Mehr Geld für die Aids-Bekämpfung

BERLIN (ddp). Die Bundesregierung will die Mittel zur nationalen Aids-Bekämpfung in diesem Jahr auf 12,2 Millionen Euro aufstocken.

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Die Erhöhung um ein Drittel im Vergleich zu 2006 ist Teil eines bis zum Jahr 2010 reichenden Aktionsplans, über den am vergangenen Freitag der Bundestag beraten hat. Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) verwies darauf, dass weltweit etwa 40 Millionen Menschen mit dem Aids-Virus lebten.

Jährlich infizierten sich mehr als vier Millionen neu. Betroffen sei Afrika, vor allem südlich der Sahara. Nicht nur in Osteuropa und Zentralasien steige die Zahl der Neuinfektionen. Auch in Deutschland hätten sich 2006 mit etwa 2700 Neuinfektionen wieder mehr Menschen infiziert.

Deutschland fühle sich dem von der internationalen Gemeinschaft formulierten Ziel verpflichtet, diesen Trend bis 2015 umzukehren. Aids sei ein internationales "politisches, wirtschaftliches und gesellschaftliches Problem", das auf allen Ebenen angegangen werden müsse. Andernfalls "bedroht diese Pandemie die Stabilität ganzer Regionen", warnte die Ministerin. Sie sprach sich für einen Verhaltenskodex der EU-Staaten aus. Danach dürften Ärzte nicht aus Ländern abgeworben werden, in denen das HI-Virus weit verbreitet sei.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) warnte vor neuer Sorglosigkeit. "Vor zehn Jahren hielten 60 Prozent der Deutschen Aids für eine der gefährlichsten Krankheiten; heute sind es nur noch 30 Prozent. Das sind zu wenige", sagte BZgA-Direktorin Elisabeth Pott der Wochenzeitung "Das Parlament".

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Aids-Aufklärung schiefgelaufen

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