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HIV versteckt sich in Fresszellen

MÜNCHEN (eb). HI-Viren nutzen die Fresszellen des Immunsystems als Versteck, wo sie überdauern, unangreifbar durch Antikörpern.

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HIV: Versteck in der Makrophage.

HIV: Versteck in der Makrophage.

© Schreiter / Springer

Von dort können sie direkt auf nicht infizierte Zellen übertragen werden. Das haben Wissenschaftler aus Hamburg und München herausgefunden (J Virology 2011; online 11. Dezember).

HI-Viren überdauern in Makrophagen, den Fresszellen des Immunsystems. Innerhalb eines Membransystems in den Makrophagen sind sie vor den Angriffen des Immunsystems geschützt und gelangen so in weitere Organe, durch die Blut-Hirn-Schranke auch in Gehirn und ZNS.

Dass HIV in Reservoirs im menschlichen Körper überdauern kann, ist eine wichtige Erkenntnis zur Therapie bei der unheilbaren Infektion mit dem Aids-Erreger.

Reservoir besser verstehen

Im nächsten Schritt wollen die Forscher in München und Hamburg Angriffspunkte identifizieren, indem sie untersuchen, welche viralen und zellulären Proteine an der Persistenz beteiligt sind.

Die HIV-Infektion bei Menschen kann bekanntlich durch antiretrovirale Medikamente zwar unterdrückt, aber nicht geheilt werden. Ein Grund dafür ist, dass das Virus in zellulären Nischen überdauert.

Nur durch ein besseres Verständnis, wie solche Reservoirs entstehen, kann eine Therapie entwickelt werden, schreibt das Team um Dr. Michael Schindler am Institut für Virologie des Helmholtz Zentrums München.

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