Direkt zum Inhaltsbereich

EU-Initiative

Suche nach HIV-Impfstoff

Veröffentlicht:

ERLANGEN-NÜRNBERG. Neue Anstrengungen in der Aids-Forschung: Im Konsortium EAVI2020, das vor Kurzem offiziell an den Start gegangen ist, bündeln Wissenschaftler aus 22 Institutionen und Biotech-Unternehmen in Europa, Australien, Kanada und den USA ihr Wissen und ihre Forschungserfahrung.

Sie wollen gemeinsam neue experimentelle Impfstoffe entwickeln, die schon innerhalb der kommenden fünf Jahre am Menschen getestet werden sollen, teilt die Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) mit.

Als wissenschaftlicher Partner aus Deutschland ist Professor Klaus Überla, Direktor des Virologischen Instituts an der FAU, in der hochkarätigen Forschergruppe vertreten. EAVI2020 wird im Rahmen des europäischen Forschungs- und Innovationsprogramms "Horizon 2020" von der EU finanziert.

Seit 30 Jahren arbeiten Forscher fieberhaft an der Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs. Doch erst jüngste Fortschritte geben Anlass zur Hoffnung auf baldige Erfolge, heißt es in der Mitteilung: Wissenschaftlern ist es gelungen, Antikörper zu isolieren, die in präklinischen Tests eine HIV-Infektion erfolgreich verhindert haben und die erstmalig gleichzeitig gegen die meisten HIV-Varianten wirksam sind. Außerdem zeichnen sich neue Möglichkeiten beim Einsatz der Strukturbiologie für das Design noch besserer Impfstoffe ab.

An der FAU widmen sich die Forscher des Virologischen Instituts des Universitätsklinikums einer neuartigen Impfstrategie gegen HIV, die sich die Immunantwort zunutze macht, die ein aktuell bereits zugelassener Impfstoff gegen Hepatitis B im Körper auslöst.

Im Organismus eines geimpften Patienten werden T-Helferzellen gebildet, die den körperfremden Eindringling erkennen, meist an einem bestimmten Eiweiß des Virus, so die FAU. Baue man dieses Erkennungsmuster in einen HIV Impfstoff ein, sollte dies auch die Immunantwort gegen das HI-Virus verbessern. (eb)

Mehr zum Thema

Präexpositionsprophylaxe

HIV-PrEP: Diese Möglichkeiten gibt es

Besonderes Augenmerk auf HBV

HIV und Impfungen: Was beachten, was testen?

Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Pityriasis versicolor

© iStock / C5C

Kleienpilzflechte im Sommer

Pityriasis versicolor sicher erkennen und gezielt behandeln

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: MS-Krankheitsdynamik: Patientinnen und Patienten bewegen sich von frühen Stadien über Phasen fokaler Entzündung in fortgeschrittene, meist irreversible Stadien

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [4]

Multiple Sklerose heute

Praxisrelevante Daten im Fokus

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

© Kateryna_Kon / stock.adobe.com

PPAR-Isoform-Selektivität: wissenschaftliche Grundlagen und klinische Relevanz

Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Planegg-Martinsried
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Cholesterin

Intensive LDL-Senkung bei hohem Lp(a): Warum das schwierig werden kann

Frühe Warnzeichen

Bei diesen Hautbefunden auch an Hantavirus denken

Lesetipps
Eine Frau in den Wechseljahren leidet unter Hitzewallungen.

© Diane Diederich / Getty Images / iStock

Über eine Million Datensätze

Wie die Menopause Körperprozesse beeinflusst

Ausgestreckte Hand gegenüber einer Impfspritze.

© anyaivanova / Getty Images / iStock

Überprüft

5 Mythen übers Impfen im Faktencheck