Ärzte Zeitung online, 01.12.2016

HIV/Aids-Organisationen

Zeit für die PrEP

BERLIN / HAMBURG. Seit Kurzem ist Truvada® in Europa als PrEP bei besonders hohem HIV-Risiko verordnungsfähig. Die Krankenkassen hätten jedoch erklärt, für die Kosten nicht aufzukommen, der GBA habe sich bislang nicht geäußert, kritisieren Deutsche AIDS-Gesellschaft, HIV-Ärzte-Verbund dagnä und Deutsche AIDS-Hilfe (DAH).

Damit sei die PrEP für die meisten Menschen faktisch nicht verfügbar, so die DAH, eine Monatspackung koste 820 Euro. Die Organisationen appellieren, PrEP müsse von den Krankenkassen zuverlässig erstattet werden. Zu diesem Zweck müssten das Infektionsschutzgesetz oder die Schutzimpfungsrichtlinie des GBA angepasst werden.

Auch sollte der Preis der Arznei gesenkt werden. Die Preissenkung sei der Schlüssel zum Einsatz der PrEP in der Prävention. (eb)

Topics
Schlagworte
AIDS / HIV (1917)
Innere Medizin (37336)
Organisationen
DAIG (23)
Krankheiten
AIDS (3534)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wenn Kokain auf Brust und Herz schlägt

Down nach dem High: Ein junger Mann kommt mit Brustschmerzen in die Notaufnahme, er hat am Tag zuvor Kokain konsumiert. Die Diagnostik ergibt einen überraschenden Befund. mehr »

Immer mehr BU-Fälle durch die Psyche

Der lange Arm der Leistungsgesellschaft oder einfach bessere Diagnose? Eine sprunghaft steigende Anzahl von Arbeitnehmern scheidet wegen psychischer Probleme vorzeitig aus dem Berufsleben aus. mehr »

Fehlerquelle Entlassbriefe

Unbekannte Abkürzungen und Therapieempfehlungen, die nicht zum Befund passen: Eine Umfrage unter Hausärzten deckt Verbesserungspotenzial in Entlassbriefen auf. mehr »