Ärzte Zeitung, 26.10.2007

Prionentheorie angezweifelt

EDINBURGH (ddp). Prionen sind womöglich doch nicht die Erreger von BSE oder Creutzfeldt-Jakob, vermuten Forscher um Dr. Rona Barron aus Edinburgh.

Im Gehirn von Mäusen mit einer BSE-ähnlichen Krankheit fanden sie trotz eindeutiger Symptome nur geringe Spuren der ungewöhnlich gefalteten Prionproteine, die als alleiniger Auslöser von Prionenerkrankungen gelten.

Dennoch ließen sich mit dem Hirngewebe weitere Mäuse infizieren, so das Magazin "New Scientist" in der aktuellen Ausgabe. Prionenaggregate wären demnach eher eine Begleiterscheinung als ein Krankheitsauslöser.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Immuntherapie gewinnt an Stellenwert in der MS-Therapie

Die Therapieoptionen bei Multipler Sklerose (MS) haben sich erweitert. Neue Substanzen werden daher auch in die aktualisierten Leitlinien Einzug halten. mehr »

Polarisierung – Chance für das Parlament

Gesundheitspolitik in Zeiten der großen Koalition – das stand für die fehlende Konkurrenz der Ideen. Der Souverän hat die Polarisierung gewollt. Das ist eine Chance für die Demokratie. mehr »