Ärzte Zeitung, 08.05.2012
 

Hochsicherheitslabor für das Robert Koch-Institut

BERLIN (dpa). Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin erhält ein Hochsicherheitslabor zur Erforschung gefährlicher Infektionskrankheiten. Am Dienstag wurde Richtfest für den 75 Millionen Euro teuren Neubau gefeiert.

Das Gebäude in der Nähe der Charité soll mehrere Labore bis zur höchsten Sicherheitsstufe 4 (BSL-4) beherbergen. Im humanmedizinischen Bereich hätten bisher nur das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg und die Universität Marburg Stufe-4-Labore, teilte das RKI mit.

Der Bund habe bislang noch kein Institut im humanmedizinischen Bereich mit einer solchen Sicherheitsausstattung, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der zuständigen Ministerien und Behörden.

Künftig kann dort mit Erregern wie Lassa- oder Ebolavirus gearbeitet werden. Das Hochsicherheitslabor wird über mehrstufige Schleusensysteme mit Zugangskontrollen betreten und verlassen.

Der Neubau mit einer Grundfläche von 22.000 Quadratmetern soll Ende 2013 fertiggestellt sein. Baubeginn war im Oktober 2010.

Krankheitserreger werden in vier Risikogruppen eingeteilt. Zu jeder Gruppe gehört eine Schutzstufe mit bestimmten Anforderungen an Räume, Ausrüstung und Arbeitsabläufe.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »