Ärzte Zeitung, 05.02.2016

Zika-Virus

Rate von Mikrozephalie überbewertet?

NEU-ISENBURG. US-Neurologen bezweifeln Zahlen zum Anstieg von Mikrozephalien bei Neugeborenen in Folge der Zika-Virus-Epidemie in Brasilien.

So war dort die normale Inzidenz der Fehlbildungen mit unter 200 pro Jahr angegeben worden. Die Quote von 0,5 pro 10.000 Geburten nach Geburtsurkunden liege aber deutlich unter dem zu erwartenden Niveau, berichtet "Medpage Today".

Zum Vergleich: In den USA werde die Rate auf 2 bis 12 pro 10.000 geschätzt, was 4000 bis 25.000 Fälle jährlich bedeute.

Und: Bei vielen der 4783 seit Oktober in Brasilien gemeldeten Mikrozephalie-Verdachtsfälle gibt es Entwarnung.

 So habe sich nur bei 404 von 1113 untersuchten Kindern der Verdacht bestätigt, bei 709 sei er ausgeräumt worden, so der Bericht. (eis)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Parodontitis als Risikofaktor für Krebs?

Ist eine Zahnbettentzündung ein Risikofaktor für bestimmte Krebsarten? Innerhalb einer großen Gruppe Frauen in der Menopause haben Forscher deutliche Zusammenhänge gefunden. mehr »

Kinder suchtkranker Eltern brauchen mehr Beachtung

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, fordert eine bessere Versorgung und Betreuung der Kinder von Suchtkranken. Kinder von Suchtkranken sind diesmal Schwerpunkt des Drogenberichts. mehr »

Hilfe für die Seele gefordert

Eine Krebsdiagnose ist ein Schock. Die Psychoonkologie soll helfen. Aber die Unterstützung ist wenig bekannt und unterfinanziert. mehr »