Ärzte Zeitung, 22.02.2011

Gegen Benzol und Viren hilft Aufforsten mit Zimmerpflanzen

HANNOVER (otc). Sie sind nicht nur dekorativ, sondern auch ein günstiges und effektives Mittel, um die Luftqualität erheblich zu verbessern: Zimmerpflanzen. Zudem fungieren sie als Erkältungsblocker und Schadstofffilter. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung e. V. (DLS) in Hannover hin.

Bereits zwei oder drei Pflanzen tragen dazu bei, dass sich die Zimmer- und damit die Atemluft mit Feuchtigkeit anreichern, erläutert Professor Harald Morr. Und: Sei die Schleimhaut in den Atemwegen feucht, könne sie Viren und anderen Erregern eine viel effektivere Barriere bieten.

Als Pflanzen der Wahl bei gut beheizten Räumen empfiehlt der Vorstandsvorsitzende der DLS Arten wie Philodendron, Farne und Fensterblatt, da sie bis zu 97 Prozent des Gießwassers wieder als Wasserdampf abgeben.

Zimmerpflanzen können aber noch mehr: Arten wie Drachenbaum, Birkenfeige und Zimmer-Aralie filtern in wenigen Stunden bis zu 80 Prozent der Schadstoffe aus der Luft. Spezielle Blattenzyme wandeln dabei Giftstoffe wie Formaldehyd oder Benzol, die in Klarsichthüllen aus Plastik oder im Tonerstaub enthalten sind, in Aminosäuren oder Zucker um.

Weitere Infos: www.lungenaerzte-im-netz.de

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