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Interferon beugt Leberkrebs vor

OKAYAMA (eis). Bei Hepatitis-C- Patienten mit Zirrhose kann eine Interferon-Therapie langfristig die Entwicklung von Leberkrebs hemmen und das Überleben verlängern. Die Patienten profitieren auch, wenn sich das Virus nicht eliminieren läßt.

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Das haben jetzt japanische Forscher in einer prospektiven Studie über sieben Jahre belegt. Alle 345 Teilnehmer waren chronisch mit Hepatitis-C-Viren (HCV) infiziert und hatten eine Zirrhose, wie Dr. Yasushi Shiratori von der University School of Medicine in Okayama und seine Kollegen berichten (Ann Intern Med 142, 2005, 105). Allen war vor der Studie eine Interferon-Therapie angeboten worden.

74 Patienten hatten die Therapie - meist aus Furcht vor unerwünschten Wirkungen - abgelehnt. 271 Patienten hatten sich behandeln lassen, und zwar mit Standardinterferon über 26 bis 88 Wochen. Bei 24 Prozent von ihnen wurde das Virus eliminiert.

In der knapp siebenjährigen Nachbeobachtung bekamen 119 Patienten ein hepatozelluläres Karzinom. Von den mit Interferon Behandelten waren dies 31 Prozent, von den unbehandelten 74 Patienten aber 47 Prozent.

69 Patienten starben, 17 Prozent bei den Behandelten und 32 Prozent bei den Unbehandelten.

"Wir konnten klar zeigen, daß durch die Interferon-Therapie die Inzidenz hepatozellulärer Karzinome deutlich verringert wird", so Shiratori. Bei Verwendung pegylierter Interferone (und nicht wie in der Studie Standardinterferone) sei der Nutzen wahrscheinlich noch ausgeprägter, so Forscher.

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