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Sachsen nimmt Pertussis-Schutz in Impfkalender für Erwachsene auf

NEU-ISENBURG (eis). In Sachsen sollen künftig alle Erwachsenen nicht nur regelmäßig gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, sondern auch gegen Keuchhusten geimpft werden. Nach neuen Daten hat der Anteil von Erwachsenen an den Pertussis-Kranken stark zugenommen, begründet die Sächsische Impfkommission (SIKO) ihre Entscheidung.

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Nach Angaben der SIKO waren von den 457 im Jahr 2005 in Sachsen gemeldeten Pertussis-Kranken 76 Prozent über 25 Jahre alt (Ärztebl Sachsen 1, 2007, 33).

1980 waren hingegen in einer Studie nur zwei Prozent der Keuchhusten-Patienten über 15 Jahre alt. Insgesamt werde nach Studiendaten in Deutschland von 165 Pertussis-Kranken pro 100 000 Einwohner und Jahr ausgegangen. Die SIKO schätzt daher die Zahl der Betroffenen in Sachsen auf jährlich über 5000.

Für den Schutz wird alle zehn Jahre eine Impfung mit einer tetravalenten Vakzine gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Pertussis (Tdpa-IPV) empfohlen. Die Kosten der Impfung werden in Sachsen von der GKV getragen.

Über eine bundesweite Pertussis-Impfempfehlung für Erwachsene wird auch in der Ständigen Impfkommission (STIKO) diskutiert. Bisher rät die STIKO:

- Frauen mit Kinderwunsch zu impfen, entweder vor der Konzeption oder direkt nach der Geburt, - zudem Menschen mit engem Kontakt zu Babys wie Geschwister, Tagesmütter, Großeltern und - Beschäftigte in der Schwangerenbetreuung und Geburtshilfe sowie in Kindergärten und -heimen.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Wirksamer Schutz vor Dauerhusten

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