Ärzte Zeitung online, 04.05.2018

Kommentar

Argument fürs Impfen

Von Peter Leiner

peter.leiner

Schreiben Sie dem Autor peter.leiner@springer.com

Immer noch befürchten einige Eltern, dass Mehrfachimpfstoffe oder ganz allgemein viele Impfungen dem Immunsystem ihres Kindes schaden könnten. Dass dem nicht so ist, bestätigt jetzt eine große US-Studie: Darin wurde die Anzahl nicht-impfpräventabler Infektionen bei viel geimpften Kindern und bei wenig oder gar nicht geimpften Kindern miteinander verglichen.

Ergebnis: Auf die Zahl solcher Infektionen hatte die Menge der Antigene, die die Kinder beim impfen erhalten hatten, keinen Einfluss. Zwar beruhen die Daten auf dem US-Impfschema, sie wären aber mit großer Sicherheit in Deutschland dieselben.

Noch gibt es nicht viele Studien, die dem Zusammenhang zwischen präsentierter Antigenmenge und Infektionsrisiko auf den Grund gegangen sind. Parallel zu künftigen Studien sollte noch mehr getan werden, um Eltern versichern zu können, dass auch Mehrfachimpfungen sicher sind.

Die US-amerikanische pädiatrische Akademie hat bereits 2016 ein "White Paper" herausgegeben, das Eltern bis dato verfügbare Argumente für die Sicherheit von Impfungen präsentiert (Pediatrics 2016; 138: e2016214). Nicht zuletzt das Robert Koch-Institut gibt Antworten auf die 20 häufigsten Einwände von Impfgegnern. Die Ergebnisse der US-Studie liefern nun ein weiteres Argument.

Lesen Sie dazu auch:
Immunsystem: Viel Impfen schadet nicht

Topics
Schlagworte
Impfen (4602)
Organisationen
RKI (2238)
Krankheiten
Impfen (3726)
Infektionen (5108)
Personen
Peter Leiner (809)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Doping nicht nur im Spitzensport

Bei Doping denken viele an gefallene Stars. Aber der Sport ist ein Abbild der Gesellschaft. Auch viele Breitensportler greifen zu unerlaubten Mitteln. mehr »

Warten auf den Arzt

Wie lange die Wartezeit in einer Arztpraxis beträgt, hängt nicht nur mit dem Fachgebiet des Arztes zusammen, sondern auch mit der Versicherung und dem Standort, so eine Patientenbefragung. Wer wartet wo wie lange? mehr »

Vorstufe für Bundespflegekammer

Die Pflegekräfte wollen mehr Einfluss – nun haben sie die Vorstufe für eine Bundespflegekammer gegründet. Sie wollen damit ihre Position gegenüber Ärzten stärken. mehr »