Ärzte Zeitung, 21.08.2015

Kommentar zur Handhygiene

Wo waren Deine Hände?

Von Elke Oberhofer

Eine Gefahr, die man nicht sieht, wird gern missachtet. Wer denkt schon im Alltag ständig darüber nach, dass er gerade "öffentliches Verkehrsmittel" für Krankheitserreger spielt: vom einfachen Schnupfenvirus bis hin zum unter Umständen lebensbedrohlichen Influenzaerreger.

Um deren Ausbreitung zumindest zu erschweren, gibt es ein denkbar einfaches Mittel: Händewaschen. Bedauerlicherweise wissen viele nicht, wie es richtig geht.

Nach einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wäscht sich nur jeder Dritte die Hände - wie empfohlen - mindestens 20 Sekunden. Und nicht einmal die Hälfte hält sich an die Regel, kranken und geschwächten Mitmenschen nur mit sauberen Händen gegenüberzutreten.

Aufklärung hilft, das hat eine aktuelle Studie aus Großbritannien gezeigt. Darin hatten die Teilnehmer über das Internet Instruktionen zur Handhygiene erhalten. Dies führte zu einer geringeren Übertragungsrate von Atemwegsinfektionen und sogar zur Einsparung von Antibiotika.

Die BZgA hält zur Handhygiene Infomaterial in Form von Postern und Broschüren bereit (www.infektionsschutz.de/service/printmedien-shop). Nutzen Sie das Angebot für Ihre Praxis, die nächste Grippesaison kommt bestimmt!

Lesen Sie dazu auch:
Online-Schulung erfolgreich: Richtiges Händewaschen schützt vor Infekten

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