Ärzte Zeitung online, 30.11.2017

Influenza

Kaum Grippe, aber schwere Verläufe

Eine Grippewelle ist nicht in Sicht. Mit der Impfung lässt sich noch rechtzeitig ein Schutz aufbauen.

BERLIN. Die Zahl der Atemwegsinfektionen lag in der Woche bis zum 24. November (47. KW) im für die Jahreszeit normalen Bereich, berichtet die AG Influenza am Robert Koch-Institut (RKI). Bei Betroffenen wurden zudem nur vereinzelt Influenza-Viren nachgewiesen. So fanden sich vergangene Woche in etwa jeder dritten von bundesweit 125 Stichproben Atemwegserreger. Die meisten davon waren Rhinoviren. Insgesamt wurden seit Oktober (40. KW) 331 laborbestätigte Influenza-Fälle an das RKI gemeldet. Jeder dritte Betroffene musste stationär behandelt werden.

Auch die europäischen Nachbarländer berichten über eine bisher geringe Grippe-Aktivität. Daten des TESSy (The European Surveillance System) geben dabei Hinweise auf die zirkulierenden Virusstämme: Von den bisherigen Typisierungen waren 50 Prozent Influenza A-Viren und 50 Prozent Influenza B-Viren. Von den 21 Influenza B-Viren, bei denen die Linie bestimmt wurde, handelte es sich bei 20 um die Yamagata-Linie. Diese ist nicht im aktuellen trivalenten Impfstoff enthalten. Dies könnte ein Grund für einen viervalenten Impfstoff sein. Ob der Yamagata-Subtyp allerdings weiter dominieren wird, ist noch unklar. (eis)

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