Ärzte Zeitung, 14.05.2013

Neuartiger Erreger

Coronavirus beunruhigt die WHO

PARIS. Das neue Coronavirus kann offenbar von Mensch zu Mensch übertragen werden. Das legen zwei Erkrankungen in Frankreich nahe.

Dort ist bei einem Mann das Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus (MERS-CoV) nachgewiesen worden. Dieser hatte vor der Diagnose ein Zimmer mit einem ebenfalls MERS-CoV-Infizierten geteilt, so die WHO.

Vier Verdachtsfälle rund um den ersten Infizierten haben sich nicht bestätigt. Dabei handelt es sich um einen Arzt, eine Krankenschwester, einen anderen Patienten sowie einen Verwandten.

18 Patienten gestorben

In Saudi Arabien wird zudem ein Ausbruch mit MERS-CoV in einer Gesundheitseinrichtung untersucht. Dort ließ sich das Virus bei 15 Patienten bestätigen; sieben der Betroffenen sind gestorben. MERS-CoV ähnelt dem Sars-Erreger, an dem vor zehn Jahren etwa 800 Menschen starben. Es kann unter anderem schwere Lungenentzündungen verursachen.

Weltweit sind mehr als 34 Fälle nachgewiesen worden, vor allem im arabischen Raum. 18 Patienten starben, darunter auch ein Mann in München. Möglicherweise liegen die tatsächlichen Erkrankungszahlen aber höher.

Die Infizierten in Frankreich sind jetzt isoliert in einem Krankenhaus in Lille untergebracht. Der Zustand des 65 Jahre alten ersten Patienten wurde weiter als "stabil, aber weiter ernst" beschrieben. Beim zweiten Mann wurden am Sonntag zunehmend Schwierigkeiten beim Atmen festgestellt.

Nach Angaben der WHO sind im Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus viele Fragen offen, auch die der Übertragungswege.

MERS-CoV war 2012 bei einem Mann aus Saudi-Arabien erstmals entdeckt worden. Der erste Patient in Frankreich war von einer Reise aus Saudi-Arabien zurückgekehrt. (eis)

[14.05.2013, 22:05:18]
Dr. Horst Grünwoldt 
Neue Viren
Woher stammen eigentlich die stets neu "entdeckten" DNS/RNS- Viruspartikel? Das fragen sich doch gewiß viele durch Virologen und Epidemiologen verängstigte Menschen!
Da sie nicht aus den "Myasmen" entfleucht sein können, und in der unbelebten Umwelt keine "Brutstätte" für sie zu finden ist, kann ihr Ursprungsort doch alleine die lebende oder absterbende Zelle eines bestimmten Gewebes mit hoher "Mauserungs-Rate"sein; beispielsweise die Schleimhäute der Atemwege oder des Darmtraktes.
Da liegt es doch nahe anzunehmen, daß Viruspartikel als Nicht-Organismen körpereigene Zellbestandteile sind, die jeweils nach einer genetisch fehlgesteuerten Protein-Synthese intrazellulär entstehen und dann im Rahmen der Zell-Reinigung/ o. dem Zell-Untergang intern durch Enzyme oder Antikörper eliminiert oder extern mit Sekreten und Ausscheidungen freigesetzt werden.
Jedenfalls sind es keine kleinen Tierchen, die Überspringen oder Ausbrechen, oder sich aktiv in der Umwelt verbreiten können.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock

NB Für den Mikrobiologen dürfte aber klar sein, daß die Entstehung neuer serologischer Bakterien-spp. (sog. resistenter "Erreger") vielmehr aufgrund ihrer hohen Teilungsrate in einem geeigneten Nährmedium zu den Spontan-Mutationen führt, anstelle unter dem verrufenen Antibiotikum-Mißbrauch.  zum Beitrag »

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