Ärzte Zeitung online, 24.09.2013
 

Lebensmittel-Infektionen

Deutsche Schüler in Warschauer Kliniken

26 Schüler und Betreuer einer Reisgruppe aus Baden-Württemberg mussten wegen einer Infektion mit Lebensmitteln eine Nacht in polnischen Kliniken verbringen.

WARSCHAU. Für eine Reisegruppe deutscher Schüler endete eine Polen-Reise im Krankenhaus.

Die 21 Jugendlichen und ihre fünf Betreuer aus der Nähe von Freiburg (Baden-Württemberg) wurden am Freitagabend in verschiedenen Warschauer Kliniken behandelt, am Samstag konnten die meisten von ihnen wieder die Krankenhäuser verlassen.

"Nur einen scheint es etwas schwerer erwischt zu haben", sagte ein Sprecher der deutschen Botschaft in Warschau. Die Diagnose der Ärzte lautet demnach "Virusinfektion".

Ärzte vermuten Rotavirus-Erkrankungen

Die Jugendlichen im Alter von 13 bis 14 Jahren sind Schüler zweier Realschulen in Denzlingen bei Freiburg und bleiben noch bis Dienstag in Polen. Die polnischen Behörden hatten die deutsche Botschaft noch am Freitagabend über die Erkrankungen informiert.

"Wir sind im Kontakt mit der Gruppenleiterin", sagte der Sprecher. "Den meisten geht es schon sehr viel besser." Die polnischen Partner der Jugendbegegnung in einem Warschauer Vorort hätten sich gleich nach Auftreten der ersten Krankheitssymptome "rührend um die Gruppe gekümmert", auch die Ärzte und das Pflegepersonal seien sehr um die Patienten bemüht.

Woran genau sich die Jugendlichen vergiftet haben, war zunächst noch nicht erwiesen - die Laboruntersuchungen dauern mindestens 72 Stunden. "Die Ärzte halten ein Rotavirus für wahrscheinlich", sagte der Botschaftssprecher.

Bei mildem Verlauf können Rotaviren Durchfall, Erbrechen, Fieber und starke Bauchschmerzen auslösen. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Frauen schuld an "Männergrippe"?

Jammernde Männer mit Erkältung sind keine Weicheier, sie leiden tatsächlich stärker. Das liegt wohl am Testosteron. Und an Frauen, die testosterontriefende Männer bevorzugen. mehr »

Stammzellgesetz – Bremse für Forscher?

2002 gab es um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen eine hochemotionale Debatte. Heute ist der Pionier von ehedem mit dem Stand seiner Arbeit zufrieden. Doch nicht nur er fürchtet durch das Stammzellgesetz Nachteile für Forscher in Deutschland. mehr »

Ebola-Überlebende auch 40 Jahre später noch immun

Eine Forscherin machte sich auf die Suche nach den Überlebenden des ersten Ebola-Ausbruchs – und verspricht sich davon wichtige Erkenntnisse. mehr »