Ärzte Zeitung online, 04.01.2013

Sperrzone errichtet

Wieder Vogelgrippe in Nordhessen

Über zwei Jahre war das Vogelgrippe-Virus A/H5N2 nicht auf Geflügelhöfen in Deutschland aufgetaucht. Doch nun gibt es innerhalb weniger Wochen bereits den zweiten Fall - beide in Nordhessen.

KORBACH/BAD OLDESLOE. Innerhalb weniger Wochen ist in Nordhessen das Vogelgrippe-Virus A/H5N2 erneut aufgetaucht. Insgesamt 60 Enten und Hühner seien in Gemünden (Wohra) getötet worden, sagte am Donnerstag der Landrat des Kreises Waldeck-Frankenberg, Reinhard Kubat.

"Wir haben heute ein Sperrgebiet von einem Kilometer angeordnet", betonte er. Das Virus sei nicht sehr krankheitserregend. Für Menschen bestehe keine Gefahr. Zuvor hatte das Nachrichtenportal "hna.de" berichtet, das Virus seit bereits am 28. Dezember entdeckt worden.

Erst am 7. Dezember war das H5N2-Virus auf dem Hof eines Hobbyzüchters im benachbarten Landkreis Kassel entdeckt worden. Dort wurden 11 Gänse, 25 Enten und 4 Hühner getötet.

Der Landkreis hatte am Mittwoch Entwarnung gegeben, nachdem 850 Tiere im Umkreis untersucht worden waren. Davor war das H5N2-Virus in Deutschland nach Angaben des zuständigen Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) zuletzt vor mehr als zwei Jahren in Mecklenburg-Vorpommern aufgetreten.

Im Dezember war in Tangstedt bei Hamburg zudem das Vogelgrippe-Virus A/H5N3 aufgetaucht, das ebenfalls als relativ ungefährlich gilt. Rund 1200 Legehennen und 300 Gänse des betroffenen Hofs waren am 20. Dezember vorsorglich getötet worden.

Das Virus sei nur bei den Gänsen des Bio-Hofs festgestellt worden, sagte der Veterinär Andreas Rehberg vom Kreis Stormarn. (dpa)

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