Ärzte Zeitung, 21.03.2011

Zeckenrückfallfieber ist in Westafrika häufig

BERLIN (gvg). Jede zehnte fieberhafte Krankheit in Westafrika ist Zeckenrückfallfieber - eine wichtige Differenzialdiagnose bei Malaria-Verdacht. Die Erreger sind vor allem Borrelien, die von der Zecke Ornithodoros sonrai übertragen werden. "Die Fieberschübe dauern je 5 bis 7 Tage", so Dr. Ernst Diekmann von der GIZ.

Das Rückfallintervall liege bei 1 bis 21 Tagen. Bis zu elf Schübe seien beschrieben. Unbehandelt sterben etwa 20 Prozent.

Wer die Malariadiagnostik anfordert, kann die Diagnostik auf Zeckenrückfallfieber mit anfordern. Sie erfolgt ebenfalls im dicken Tropfen. Therapie der Wahl ist Doxycyclin über 7 Tage.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verursacht Kiffen Psychosen?

Wer kifft, trägt ein erhöhtes Psychoserisiko. Ob dies am Konsum von Cannabis liegt, ist aber alles andere als klar. Eine aktuelle Studie liefert immerhin neue Indizien. mehr »

Resistenzen behindern Kampf gegen TB

Tuberkulose ist in Deutschland relativ selten - ganz eliminieren lässt sich die Infektionskrankheit aber noch immer nicht. Zu schaffen machen die Resistenzen. mehr »

Bluttest auf Brustkrebs keine Revolution

Ein Bluttest auf Brustkrebs komme noch dieses Jahr auf den Markt, verkündete vor kurzem die Uniklinik Heidelberg – und erntete dafür harsche Kritik. Nun rudert sie zurück. mehr »