FSME-Impfung: Lücken sind jetzt zu schließen!

NEU-ISENBURG (eis). Bei vielen Menschen in Deutschland sind die FSME-Impfserien unvollständig. Wer jetzt seine Patienten impft, kann den Schutz bis zur Zeckensaison gut aufbauen. Wichtig ist dabei auch der Hinweis, dass die Impfung nicht vor Borreliose schützt und in der Natur Maßnahmen zur Zeckenstich-Prävention nötig sind.

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Jetzt schnell die FSME-Impfungen überprüfen - und gegebenenfalls auffrischen, raten Experten.

Jetzt schnell die FSME-Impfungen überprüfen - und gegebenenfalls auffrischen, raten Experten.

© Bernd Rehorst / fotolia.com

Das Risiko, in Deutschland schwer an Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) zu erkranken, mag gering sein. Angesichts wirksamer, preisgünstiger und nebenwirkungsarmer Impfstoffe ist aber jeder Betroffene einer zu viel, betonen Impfexperten. Die STIKO empfiehlt die Impfung allen Personen, die in FSME-Risikogebieten ein Zeckenstichrisiko haben.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden 2010 in Deutschland 260 Patienten mit FSME registriert, davon 104 in Bayern und 118 in Baden Württemberg. Es ist aber von einer erheblichen Dunkelziffer auszugehen. Selbst in Bundesländern mit überwiegend Risikoregionen haben viele Menschen keinen kompletten FSME-Schutz, wie Umfragen in den vergangenen Jahren ergeben haben.

So waren 2008 nach einer GFK-Befragung in Bayern nur knapp 31 Prozent und in Baden-Württemberg knapp 26 Prozent der Befragten vollständig gegen FSME geimpft. Unvollständig geimpft waren 19 Prozent in Bayern und 16 Prozent in Baden-Württemberg. Nicht komplett geimpfte Menschen können ebenso schwer an FSME erkranken wie Ungeimpfte.

Eine fällige Auffrischimpfung kann dabei auch mit einem anderen Impfstoff erfolgen als die Grundimmunisierung, sagt der Reisemediziner Privatdozent Tomas Jelinek aus Berlin. Die in den Impfstoffen verwendeten Antigene seien identisch. Der Schutz ist bei Aufenthalten in Risikoregionen in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen indiziert. Im Ausland ist besonders in Österreich sowie in vielen Ländern in Nord- und Osteuropa die Impfung zu empfehlen.

Karte der Risikogebiete und ein Ärztemerkblatt FSME gibt es unter www.rki.de, Infektionskrankheiten A-Z

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