Ärzte Zeitung, 13.09.2007

Anti-Baby-Pille ist nicht Krebs erregend

LONDON (eb). Die Einnahme der Anti-Baby-Pille erhöht das Krebsrisiko nicht, sie senkt es eher. Das hat eine schottische Studie mit Daten von 46 000 Frauen über 36 Jahre ergeben. Gestartet wurde 1968 (BMJ online).

Das Krebs-Risiko war bei Frauen mit hormoneller Kontrazeption insgesamt zwölf Prozent geringer als bei Frauen ohne die Verhütungsmethode. Ein Einfluss auf das Brustkrebsrisiko war nicht nachweisbar.

Leicht erhöht war das Risiko nur für Zervix-Karzinome und ZNS-Tumore, wenn länger als acht Jahre mit der Methode verhütet wurde. Insgesamt bewerten die Autoren die Pille aber als vorteilhaft. Die Ergebnisse seien nicht ohne Weiteres auf heute übertragbar, da sich die Präparate stark verändert hätten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

"Mehr Geld für Kranke, weniger für Gesunde"

15:47Die Verteilungsregeln für den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen sollen deutlich verändert werden. Das hat ein Expertenkreis beim Bundesversicherungsamt jetzt vorgeschlagen. Die Meinung der Kassen ist geteilt. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »