Ärzte Zeitung online, 11.10.2017
 

Zusatzstrategien

Krebskranke für Studie gesucht

HEIDELBERG. Für viele Krebskranke ist es hilfreich, über die medizinische Therapie hinaus weitere Angebote zu nutzen und selbst aktiv zu werden. Doch was genau erleichtert den Betroffenen den Umgang mit ihrer Erkrankung? Die Momentum-Studie will dieser Frage auf den Grund gehen und den Bedarf an zusätzlichen Maßnahmen ermitteln, teilt das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg mit.

Für die Befragung werden Menschen mit Brust-, Darm- oder Prostatakrebs gesucht. Momentum ist ein Kooperationsprojekt der Universität Heidelberg, des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Uniklinikums Heidelberg und des NCT. Die Studie wird von der Deutschen Krebshilfe gefördert.

An dem Projekt Momentum haben deutschlandweit seit 2015 bereits mehr als 900 Ärzte und Pflegekräfte teilgenommen. Hierbei wurde unter anderem ermittelt, ob und in welcher Weise zusätzliche Strategien und Maßnahmen im Behandlungsalltag der Krebspatienten Thema sind, heißt es in der Mitteilung des NCT. Jetzt soll der Bedarf von den erkrankten Personen direkt erfragt werden. Die Studie besteht aus zwei verschiedenen Befragungen. Für beide werden Menschen mit einer Brust-, Darm- oder Prostatakrebserkrankung gesucht. Die Krebsdiagnose bzw. das Wiederauftreten sowie eine Krebstherapie dürfen nicht länger als 24 Monate zurückliegen. Nach Auswertung der Studienergebnisse sollen Angebote und Informationsmaterialien entwickelt werden, die krebskranke Menschen unterstützen, bestmöglich mit ihrer Erkrankung umgehen zu können. Zudem soll die Beratung durch Ärzte sowie Pflegekräfte an die persönlichen Bedürfnisse der Betroffenen angepasst werden.(eb)

Weitere Informationen zur Studie gibt es auf: www.momentum-projekt.de

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