Spahn zuversichtlich

„Krebs kann bald besiegbar sein“

Die vielversprechende Forschung in der Onkologie weckt bei Bundesgesundheitsminister Spahn die Zuversicht, dass Krebs in den nächsten Dekaden besiegt werden kann.

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht vielversprechende Fortschritte in der Onkologie, die es möglich machen, Krebs zu besiegen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht vielversprechende Fortschritte in der Onkologie, die es möglich machen, Krebs zu besiegen.

© Federico Gambarini / dpa / picture alliance

BERLIN. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist zuversichtlich, dass Krebserkrankungen in absehbarer Zeit bezwingbar werden.

„Es gibt gute Chancen, dass wir in 10 bis 20 Jahren den Krebs besiegt haben“, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“ (Freitag).

Der medizinische Fortschritt sei immens, die Forschung vielversprechend. „Und wir wissen deutlich mehr. Es gibt Fortschritte bei der Krebserkennung, bei der Prävention“, so Spahn.

Die Bundesregierung hat vor wenigen Tagen den Kampf gegen Krebs aufgenommen. Mit der „Nationalen Dekade gegen den Krebs“ hat die Koalition eine Initiative gestartet, die darauf abzielt, Krebspatienten in den nächsten zehn Jahren neue wissenschaftliche Erkenntnisse beschleunigt zugänglich zu machen und die Forschung in der Onkologie auszubauen.

Zweithäufigste Todesursache

Jährlich erkranken mehrere hunderttausend Bundesbürger neu an Krebs – im Jahr 2014 waren es 476.216 Menschen, wie aus Zahlen des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut hervorgeht (siehe nachfolgende Grafik).

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Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Krebs die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. 2015 waren Krebserkrankungen nach Angaben des Statistischen Bundesamts die Ursache für fast ein Viertel aller Todesfälle.

Lesen Sie dazu auch: Fallzahlen: So häufig kommt Krebs in Deutschland vor Bei der Krebsnachsorge wird oft zu kurz gedacht Kommentar: Fortschritte, aber noch lange kein Sieg

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Kommentare
Dr. Thomas Georg Schätzler 04.02.201914:53 Uhr

Dieser Minister versteht es einfach nicht!

Krebserkrankungen möglichst verhindern, Heilungschancen verbessern, Lebensqualität erhöhen – das sind Ziele der „Nationalen Dekade gegen den Krebs“.

Doch wenn der Bundesgesundheitsminister gegenüber der Zeitung ''Rheinische Post'' hinausposaunt: „Es gibt gute Chancen, dass wir in 10 bis 20 Jahren den Krebs besiegt haben“, liegt das wohl daran, dass dieser CDU-Politiker allein das Wort Dekade richtig übersetzen konnte.

Doch mit Verlaub, die gesamte Krebsproblematik, ihre Eigendynamik und ihre Bewältigung sind derartig komplex, tiefgründig und multifaktoriell, dass dies über den Horizont eines gelernten Bankkaufmanns und Masters der Politologie der Fernuniversität Hagen hinausgeht.

Ich persönlich (Non-Hodgkin-Lymphom Stadium 4a mit Hochdosis-Chemotherapie und autologer Stammzelltransplantation 2000 bzw. Rezidiv-Chemo-/Rituximab-Therapie 2007) bedaure außerordentlich, dies mit derartiger Deutlichkeit sagen zu müssen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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