Ärzte Zeitung online, 07.12.2016

NSCLC

PD-L1-Blockade bessert die Überlebensrate

KOPENHAGEN. Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen oder metastasierten nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), deren Erkrankung während oder nach einer Zweit- oder Drittlinien-Chemotherapie fortgeschritten war, überleben unter einer Therapie mit dem PD-L1 (programmed cell death-ligand 1)-Hemmer Atezolizumab im Vergleich zu einer Therapie mit Docetaxel im Median 4,2 Monate länger (13,8 vs. 9,6 Monate).

Dies hat eine erste Analyse der offenen und kontrollierten Phase-III-Studie OAK ergeben. Wie Professor Fabrice Barlesi, Marseille, bei der ESMO-Jahrestagung 2016 in Kopenhagen erklärte, war der beobachtete Überlebensvorteil unabhängig von der Höhe der PD-L1-Expression des Tumors oder dem histologischen Subtyp der Erkrankung.

Nebenwirkungen, die unter Atezolizumab häufiger als unter Docetaxel auftraten, waren muskuloskelettale Schmerzen (11 vs. 4  Prozent) und Juckreiz (8 vs. 3  Prozent).

Atezolizumab ist der erste und bislang einzige PD-L1-Bocker, unter dem für Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC gegenüber einer Chemotherapie ein signifikanter Überlebensvorteil gezeigt werden konnte. (wed)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Neue Arzneien zum Schutz vor Brüchen

Osteoporose wird oft übersehen. Der Welt-Osteoporose Tag rückt die Erkrankung ins Bewusstsein. Zum Schutz vor Frakturen werden derzeit neue Substanzen erprobt. mehr »

Vergangenheit, die nicht vergeht

Ramstein, Eschede, Loveparade in Duisburg: Großunglücke lassen bei Opfern und oft auch bei Einsatzkräften seelische Wunden zurück. Psychotraumatologen können den Betroffenen in der Regel gut helfen. mehr »

Politik hat die Bedeutung der Arzneimittelforschung erkannt

Gute Versorgungsideen sind in der Politik willkommen, stellte Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Springer Medizin Gala zum Galenus-von-Pergamon-Preis klar. mehr »