Ärzte Zeitung, 02.02.2007

Pärchenweise auf Melanom-Suche

Untersuchen sich Lebenspartner gegenseitig, werden Melanome eher entdeckt

CHICAGO (mut). Patienten mit hohem Hautkrebsrisiko können die Gefahr, an einem Melanom zu sterben, drastisch senken, wenn sie regelmäßig selbst nach verdächtigen Hautveränderungen schauen. Am besten klappt das, wenn der Lebenspartner mitguckt und weiß, wie ein Melanom aussieht.

So sieht ein spindelzelliges Melanom aus. Foto: klaro

Ein Plakat in der Praxis mit Bildern von Melanomen, eine Broschüre, wie man Hautkrebs erkennen kann - das bewegt schon den einen oder anderen Patienten dazu, gezielter nach verdächtigen Hautflecken zu schauen.

Vor allem für Patienten mit hohem Hautkrebsrisiko, etwa solche, die in der Vergangenheit schon Melanome hatten, ist es lebenswichtig, Tumoren rechtzeitig zu erkennen. So weiß man aus Studien, dass die Hautkrebslethalität um zwei Drittel reduziert ist bei Patienten, die sich regelmäßig selbst auf Melanome untersuchen.

Damit die Patienten das auch tatsächlich tun, sollten die Lebenspartner mit einbezogen werden, hat eine Studie ergeben (Arch Dermatol 143, 2007, 37). Darin erhielten 130 Patienten, die schon einmal ein Melanom hatten, ausführliche Instruktionen zum Selbst-Check. Bei der Hälfte der Patienten wurden zusätzlich die Lebenspartner geschult.

Das Ergebnis nach vier Monaten: In der Solo-Gruppe lieferten nur 20 Patienten einen ausgefüllten Selbst-Check-Fragebogen ab, in der Pärchengruppe waren es 42. In dieser Gruppe hatten sich zudem über dreimal so viele Patienten mehrfach untersucht, verglichen mit der Solo-Gruppe (13 versus 4).

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