Direkt zum Inhaltsbereich

Koloskopie nützt: Ein Fünftel hat Neoplasien

MINDEN (ars). Eine deutsche Studie liefert Ärzten, die Patienten für die Darmspiegelung motivieren wollen, zahlenkräftige Argumente: Bei etwa einem Fünftel der Untersuchten werden Neoplasien gefunden und per Polpektomie entfernt.

Veröffentlicht:
Koloskopie nützt: Ein Fünftel hat Neoplasien

© Foto: www.fotolia.deSebastian Kaulitzki

Und die Vorsorge verhindert Schlimmeres: Zwei Drittel der Karzinome befanden sich noch in frühen Stadien. Die Erhebung ist bei der internationalen Woche für Verdauungskrankheiten in San Diego als ausgezeichneter Beitrag gewürdigt worden. Mitglieder des Berufsverbands der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) haben sie dort als Poster vorgestellt.

Unter den Teilnehmern waren Männer mit 44 Prozent in der Minderzahl, aber sie hatten fast doppelt so häufig Neoplasien wie Frauen. So wurden etwa in der Altersgruppe von 55 bis 64 Jahre bei 0,67 Prozent der Männer, aber nur bei 0,36 Prozent der Frauen Karzinome gefunden. Die Gesamtzahl der entdeckten Karzinome betrug 575, bei jenen 399 mit komplettem Staging waren zwei Drittel in den prognostisch noch günstigen Anfangsstadien I und II. Das belege, dass die gesetzliche Vorsorge mit Koloskopie zu einer Senkung der Todesfälle durch Darmkrebs beitragen kann, teilt Dr. Bernd Bokemeyer aus Minden mit.

Für die Studie haben er und seine Kollegen fast 270 000 Koloskopien ausgewertet. Dazu sammelten sie über drei Jahre in einem deutschlandweiten Register die Daten von 280 Praxen.

Hausärzte, die Patienten für die Koloskopie motivieren, können das in aller Regel extrabudgetär und zu festen Punktwerten nach EBM-Ziffer 01740 abrechnen. (gastromed-bng.de/upload/poster/PosterDDW2008.pdf).

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Studie MajesTEC-3: progressionsfreies Überlebenc

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Neue Therapieoption beim rezidivierten oder refraktären Multiplen Myelom (RRMM)

Teclistamab-Daratumumab erzielt bislang unerreichten PFS-Vorteil bei RRMM ab dem 1. Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, a Johnson & Johnson company, Neuss

Vitamin-B12-Mangel

Frühzeitig erkennen, gezielt therapieren

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, Böblingen
ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

© CLIPAREA.com / stock.adobe.com

Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie

ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vier Ursachen im Überblick

Häufiges Aufstoßen: Woher es kommen kann und wie therapiert wird

Lesetipps
Einsame jüngere Frau

© Photographee.eu / stock.adobe.com

DEGAM-Kongress

Einsamkeit trifft nicht nur Ältere