Tyrosinkinasen sind bei Leberkrebs unbedeutend

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Bei hepatozellulären Karzinomen (HCC) spielen Tyrosinkinasen keine Rolle, sagte Professor Stefan Kubicka. Die meisten Krebstherapeutika seien jedoch gegen dieses Enzym gerichtet, so der Hepatologe von der Medizinischen Hochschule Hannover. Diese Substanzen helfen bei Patienten mit einem HCC also nicht weiter. Auch gegen den Wachstumsfaktorrezeptor EGFR gerichtete Wirkstoffe brächten bei HCC kaum etwas. "Besser sieht es bei Stoffen aus, die die Angiogenese hemmen, wie Sorafenib", so Kubicka. Zwar verlängere die Therapie bei HCC das Überleben, verbessere aber nicht die Lebensqualität. (hub)

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Kommentare
Dr. Nabil Deeb 21.04.201020:27 Uhr

PersonalisierteTherapie beim hepatozellulären Karzinom (HCC ) . in unserer Wissensgesellschaft . !





Nabil DEEB
Arzt – Physician – Doctor
PMI-Registered Doctors''Association
53140 Bonn / GERMANY


Das hepatozelluläre Karzinom (HCC ) :-.

Ca, 50 % der Patienten mit HCC weisen fortgeschrittene intrahepatische Tumoren in zirrhotischen Lebern oder extrahepatischen Metastasen auf. .
Für diese Patienten müssen effektive systemische Therapien unter Berücksichtigung der Mutationen , mikroRNA und siRNA entwickelt werden, die auch die prognostische Bedeutung der Leberfunktion bei Patienten mit HCC berücksichtigen .

Für diese Patienten müssen effektive systemische Therapien entwickelt werden, die auch die prognostische Bedeutung der Leberfunktion bei Patienten mit HCC berücksichtigen.
Die systemische Chemotherapie ist keine Therapieoption für Patienten mit HCC, da hepatozelluläre Karzinome ( sog. )chemotherapieresistente sind und die Patienten aufgrund der Leberzirrhose eine systemische Chemotherapie oft schlecht vertragen !!.
Eine interessante Option stellen hingegen die besser verträglichen, zielgerichteten onkologischen Therapien dar. Die primären Therapieziele sollten dabei die Verlängerung des progressionsfreien Überlebens und des Gesamtüberlebens bei guter Lebensqualität der Patienten sein. In den klinischen Studien mit zielgerichteten .

Eine erfolgreiche zielgerichtete Therapie muss Signaltransduktionswege hemmen, die auch im Spätstadium der Krebsentwicklung für das Tumorwachstum wichtig sind.

Die p16/Rb- p53-, IGF2R-Kontrollpunke sowie onkogene Alterationen von
Telomerase, c-myc, Wnt/ß-catenin, PI3K/Akt, Hedgehog und c-met/HGF sind am häufigsten involviert in die Hepatokarzinogenese. Für viele dieser Alterationen konnten aber bisher noch keine zielgerichteten Therapien entwickelt werden. Da das hepatozelluläre Karzinom ein sehr stark hypervaskularisierter Tumor ist, scheint daher die zurzeit attraktivste Strategie für die molekulare Therapie die Hemmung von
VEGF (vascular endothelial growth factor) zu sein : Es konnte gezeigt
werden, dass HIF-1-alpha, der eine wichtige Rolle in der HIF-Aktivierung spielt, in preneoplastischen Leberläsionen überexprimiert ist. HIF-1 ist ein Transkriptionsfaktor von VEGF, c-met und IGF-II. Erhöhte VEGF Spiegel im Serum und Gewebe und auch Polymorphismen von VEGF konnten als Marker für eine schlechte Prognose beim HCC identifiziert werden. Die Hypervaskularisation des HCC wird demnach
überwiegend von VEGF vermittelt. Phase-I/II-Studien zeigten besonders lange progressionsfreie Überlebenszeiten mit Antikörpern oder kleinen Molekülen, die gegen den VEGF-Rezeptor-Signalweg gerichtet sind : Der Multikinase-Inhibitor Sorafenib, der eine starke VEGF- und Raf-Hemmung vermittelt, konnte in 2 Phase-III-Studien bei Patienten mit fortgeschrittenem HCC und guter Leberfunktion (Child A) das Überleben signifikant verlängern. Weitere zielgerichtete Therapien welche die molekulare Pathogenese des HCC berücksichtigen werden z.Z. in Phase I-III Studien untersucht.
Es liegen mittlerweile 2 große randomisierte Studien zur Therapie von Sorafenib bei Child-A Patienten mit HCC vor. ( Vergl.Prof. Stefan Kubicka ; Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie .)



Personalisierte Krebsmedizin in der Wissensgesellschaft :-

Das Proteom ist die Gesamtheit aller Proteine, die in einem biologischen System zu einem bestimmten Zeitpunkt anzutreffen sind. In einer einzigen Zelle können mehr als 100.000 verschiedene Proteine in höchst unterschiedlichen Mengen vorhanden sein. Während das Genom, also die in der DNA festgelegte Erbinformation, zeitlebens gleich bleibt, gibt das Proteom den jeweils aktuellen Zustand eines biologischen Systems wieder. Darauf beruht die Hoffnung der Proteomik, durch die Suche nach Veränderungen in der Proteinzusammensetzung, beispielsweise vor und nach Verabreichung eines Medikaments, die Chancen der medizinischen B

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