Ärzte Zeitung, 11.09.2008

Kommentar

Beistand für die Mammografie

Von Ingrid Kreutz

Die Mammografie hat sich längst als Screening-Methode zur Früherkennung von Brustkrebs etabliert. Bei Frauen mit dichtem Brustgewebe stößt das Verfahren jedoch an seine Grenzen. Besonders für Patientinnen, die zusätzlich ein erhöhtes Brustkrebsrisiko, etwa wegen einer Genmutation haben, sind effektivere Diagnosemethoden dringend gefragt.

Eine in den USA entwickelte neue Szintigrafie-Technik mit einem radioaktiven Marker hat sich nun in einer ersten größeren Studie als der Mammografie deutlich überlegen erwiesen. Das Molecular Breast Imaging (MBI) genannte Verfahren ist zwar viel sensitiver, aber teurer als die Mammografie.

Hinzu kommt die Strahlenbelastung. Es bleibt daher abzuwarten, ob MBI Brustkrebs bei dichtem Drüsengewebe auch zuverlässiger aufspürt als die noch teurere, aber strahlungsfreie Magnetresonanztomografie.

Lesen Sie dazu auch:
Szintigrafie schlägt Mammografie

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »