Ärzte Zeitung, 11.02.2008

Welche Therapie nützt wem bei Prostata-Krebs?

BOSTON (hub). Männer mit Prostata-Krebs profitieren von einer Kombi-Therapie aus Radiatio und Androgensuppression (AST). Darauf lässt eine Studie mit 206 Männern - im Mittel 73 Jahre alt - mit lokalisiertem Prostata-Ca mit ungünstigem Risiko schließen, die entweder eine Radiatio allein oder zusätzlich eine AST erhielten (JAMA 3, 2008, 289).

Innerhalb von acht Jahren starben 74 Patienten, 44 mit Bestrahlung und 30 mit der Kombi - ein 1,8-facher Unterschied. Der Vorteil der Kombi-therapie war besonders deutlich bei Männern ohne oder mit wenig Komorbiditäten wie KHK oder Stoffwechselkrankheiten. Die Zahlen: 31 versus 11 Gestorbene. Auf die Überlebensrate umrechnet bedeutet das ein Plus von 13 Prozent für alle Männer und von 26 Prozent für Männer mit wenig Komorbiditäten.

Der Vorteil der Kombitherapie werde bei Komorbiditäten reduziert, so die Autoren. Bekannt sei etwa, dass die AST bei KHK die Zeit bis zu einem Herzinfarkt verkürzen kann.

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