Ärzte Zeitung, 09.03.2005

Mit Pflaster erfolgreich gegen M. Parkinson

FRANKFURT AM MAIN (mar). Für die Therapie bei Morbus Parkinson ist mit Rotigotin ein transdermal applizierbarer Dopaminagonist entwickelt worden. Durch die kontinuierliche Wirkstoff-Freisetzung über 24 Stunden aus dem Pflastersystem werden stabile Plasmaspiegel erreicht sowie eine dauerhafte Stimulation der Dopaminrezeptoren.

Dadurch werde die Beweglichkeit der Patienten verbessert, so Professor Ullrich Wüllner von der Neurologischen Universitätsklinik Bonn beim 4. Deutschen Parkinson-Kongreß in Frankfurt am Main. Die Zulassung des Präparates ist bereits bei den EU- und den US-Zulassungsbehörden beantragt, wie Wüllner bei einem Symposium von Schwarz Pharma gesagt hat.

Das Pflaster muß nur einmal täglich gewechselt werden. Durch die transdermale Applikation wird der First-Pass-Effekt in der Leber umgangen, und die Zufuhr erfolgt unabhängig vom Essen. Bei Patienten mit Gastroparese oder Resorptionsstörungen kann es nicht zu Interaktionen mit oralen Medikamenten kommen. Möglicherweise könnten auch Patienten im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung profitieren, um motorische Fluktuationen und Dyskinesien abzuschwächen, so Wüllner.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Welche Gesundheitspolitiker bleiben im Bundestag?

So sehr sich der Bundestag verändert - viele aus der Gesundheitspolitik vertraute Gesichter werden vermutlich wieder im Gesundheitsausschuss arbeiten. Eine Auswahl. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »