Ärzte Zeitung, 07.03.2011

Ibuprofen schützt offenbar vor Morbus Parkinson

BOSTON (eis). Entzündung von Nerven könnte zur Pathogenese von Morbus Parkinson beitragen. US-Forscher haben daher überprüft, ob Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) einen Schutz vor der Krankheit bieten.

Sie haben dazu Daten von über 136.000 Teilnehmern der Nurses Health Study (NHS) und der Health Professionals Follow-up Study (HPFS) analysiert (Neurology online, March 2). In einer Beobachtungszeit von sechs Jahren waren dabei 291 der Teilnehmer an Parkinson erkrankt.

Dabei ergab sich: Wer häufig Ibuprofen einnahm, hatte ein 38 Prozent verringertes Erkrankungsrisiko, bei anderen NSAR wie ASS gab es hingegen keinen Schutzeffekt.

Das heißt allerdings nicht, dass Ibuprofen prophylaktisch zur Prävention von Morbus Parkinson eingenommen werden sollte, so die Forscher. Sie empfehlen aber den neuroprotektiven Effekt des Wirkstoffs weiter zu untersuchen, da hiermit möglicherweise Zellschäden oder Zelltod vermieden werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Welcher Grippeimpfstoff ist für Senioren am besten?

Für ältere Menschen gelten spezielle Impf-Anforderungen, so die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie. Sie hat daher Tipps für Hausärzte zusammengestellt. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »

Keine Bürgerversicherung, aber viele Wünsche

Beim Neujahrsempfang der Deutschen Ärzteschaft zeigte man sich erleichtert, dass die Bürgerversicherung vorerst vom Tisch ist. Reformbedarf gebe es aber. mehr »