Ärzte Zeitung, 20.01.2006

NRW streicht Zuschüsse für Suchtnotrufe

KÖLN (akr). Die Telefon-Suchtnotrufzentralen in Düsseldorf, Essen und Köln stehen vor dem Aus, weil die christlich-liberale Landesregierung die Zuschüsse von je 15 000 Euro im Jahr streichen will.

Die Mitarbeiter hoffen, daß die neue Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD) sie in ihrem Überlebenskampf unterstützt. Denn der Wegfall der Notrufe würde die bundesweite Sucht- und Drogenhotline erheblich beeinträchtigen.

"Die Streichung ist für die Suchtnotrufzentralen existenzgefährdend, weil sie schon jetzt den Großteil der Finanzierung aus Eigenmitteln und Spenden bestreiten", erklärt Christoph Wand, Sprecher der Düsseldorfer Diakonie.

Die Einrichtung hat einen Jahresetat von 50 000 Euro, 14 000 Euro stammen von der Stadt, den Rest muß die Diakonie selbst aufbringen. Bei den Notrufen in Köln und Essen sieht die Finanzierung ähnlich aus. Die Mitarbeiter der Notruf-Zentralen hoffen, daß die Landesregierung die Streichung zurücknimmt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »

Mit Geriatrietests zur Diabetestherapie à la carte

Der eine ist fit, der andere gebrechlich: Alte Menschen mit Typ-2-Diabetes brauchen individuelle Therapieformen. Ein Geriater gibt Tipps. mehr »