Ärzte Zeitung, 20.11.2006
 
 
Tief ausatmen - und eine Skala zeigt an, ob man Nichtraucher, starker oder schwacher Raucher ist. Foto: sbra

Kohlenmonoxid-Meßgerät soll Rauchern beim Aufhören helfen

Mit CO-Wert wird überprüft, wie stark jemand raucht / Motivation wird unterstützt

DÜSSELDORF (mut). Der Kohlenmonoxid-Wert lügt nicht - je höher die Konzentration des toxischen Gases in der ausgeatmeten Atemluft ist, umso stärker raucht jemand. Mit einem handlichen Gerät läßt sich dieser Wert messen - das soll Rauchern auch das Aufhören erleichtern.

Vor Operationen werden die Patienten gefragt, wieviel sie rauchen, denn bei Rauchern gibt es öfter Komplikationen. Auch die Wirkung der Anästhetika ist bei Rauchern verändert. Doch nicht immer sagen die Patienten den Ärzten die Wahrheit.

Mit den Smokerlyzer®-Geräten, die das Unternehmen Bedfont aus Großbritannien jetzt bei der Medica in Düsseldorf vorgestellt hat, läßt sich jedoch vor einer Op genau feststellen, wieviel jemand raucht, oder in der letzten Zeit geraucht hat. Mit den Geräten wird der Wert an Kohlenmonoxid (CO) in der ausgeatmeten Luft bestimmt. Er ist ein Maß dafür, wie stark jemand raucht.

Die Geräte sind jedoch auch für Ärzte geeignet, die ihren Patienten bei der Entwöhnung helfen wollen. Sehen die Patienten, wie sich die CO-Werte nach dem Aufhören mit der Zeit verringern, soll das die Motivation erhöhen, die Abstinenz durchzuhalten.

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