Ärzte Zeitung, 19.07.2007

Niedersächsischer Landtag stimmt für Rauchverbot

HANNOVER (cben). Der Niedersächsische Landtag hat dem Nichtraucherschutzgesetz des Landes zugestimmt. Es tritt am 1. August in Kraft. Niedersachsens Wirte wollen Klage einreichen.

Ab August wird der Nikotinqualm in Krankenhäusern Schulen und Kindergärten und - noch immer sehr umstritten - auch in Gaststätten, Kneipen und Diskotheken verboten sein. Wer das Verbot übertritt, muss mit Bußgeld in Höhe von bis zu 1000 Euro rechnen.

Es gibt aber auch Ausnahmen. So gilt das Verbot zum Beispiel nicht in den Vernehmungsräumen von Polizei und Justiz, ebenso wenig in privaten Heimzimmern von Schwerkranken. Auch eigens eingerichtete und als solche gekennzeichnete Rauchzimmer sind vom Verbot ausgenommen.

Der Deutsche Hotel- und Gasstättenverband (Dehoga) hat bereits angekündigt, das Gesetz zu boykottieren. Der Dehoga-Landesverband Niedersachsen sucht jetzt eine Art Musterbetrieb, der bereit ist, gegen das Nichtraucherschutzgesetz zu klagen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »