Ärzte Zeitung, 14.01.2008

Verdacht auf Herztod durch Methadon

PORTLAND (ars). Methadon könnte schon in therapeutischer Dosierung (unter 1 mg/L Blut) den plötzlichen Herztod auslösen. Hinweise ergab eine amerikanische Fall-Kontroll-Studie (Am J Med 121, 2007, 66).

Darin fanden sich bei 40 Prozent jener HerztodPatienten, die kein Methadon im Blut hatten, Anomalien als Ursache des Herztods, aber nur bei 23 Prozent derer mit Methadon. Die Forscher raten, vor der Therapie ein EKG abzuleiten und auf Atemdepression zu achten. Das als kardiotoxisch bekannte Methadon dient zur Substitution bei Heroinabhängigen und als Analgetikum.

Topics
Schlagworte
Suchtkrankheiten (2957)
Krankheiten
Suchtkrankheiten (4401)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Immuntherapie gewinnt an Stellenwert in der MS-Therapie

Die Therapieoptionen bei Multipler Sklerose (MS) haben sich erweitert. Neue Substanzen werden daher auch in die aktualisierten Leitlinien Einzug halten. mehr »

Polarisierung – Chance für das Parlament

Gesundheitspolitik in Zeiten der großen Koalition – das stand für die fehlende Konkurrenz der Ideen. Der Souverän hat die Polarisierung gewollt. Das ist eine Chance für die Demokratie. mehr »