Ärzte Zeitung, 19.03.2008

Alkohol ist in Berlin die Droge Nummer eins

BERLIN (ami). Alkohol bleibt die größte Suchtgefahr in Berlin. Das zeigen zwei neue Studien zur Drogen- und Suchtsituation.

Ein repräsentatives Bild über den derzeitigen Konsum legaler und illegaler Suchtmittel in Berlin geben nach Angaben der Berliner Senatsgesundheitsverwaltung der Epidemiologische Suchtsurvey 2006 und die Europäische Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen 2007 (ESPAD). Befragt wurden Menschen zwischen 15 und 64 Jahren.

Die Zahl der Menschen mit einem problematischen oder riskanten Alkoholkonsum ist seit dem Jahr 2000 in Berlin zwar rückläufig. Dennoch bleibt Alkohol das mit Abstand am stärksten verbreitete Suchtmittel. 490 000 Berliner konsumieren Alkohol auf riskante oder missbräuchliche Weise, 65 000 sind alkoholabhängig. Zugenommen hat das Rauschtrinken bei jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren. Mehr als die Hälfte (54,6 Prozent) der 15- bis 17-jährigen Befragten habe angegeben, sich zumindest einmal in den letzten 30 Tagen einen Rausch angetrunken zu haben. Weitere Ergebnisse: Im Vergleich zu den Befragten in sechs anderen Bundesländern schnitten die Berliner Schüler beim Alkohol- und Tabakkonsum besser ab. Der Cannabis-Konsum jedoch ist bei den Berliner Schülern höher.

Topics
Schlagworte
Suchtkrankheiten (2964)
Krankheiten
Suchtkrankheiten (4425)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »

Demenz oder Depressionen?

Benennen ältere Patienten von sich aus kognitive Defizite, sollten Ärzte hellhörig werden: Häufig liegt dann keine Demenz, sondern eine Depression vor. mehr »