Ärzte Zeitung, 05.06.2015

Rauchen

Kohlenmonoxid-Vergiftung durch Shisha-Konsum

LEIPZIG. Das Uniklinikum Leipzig (UKL) weist auf mögliche Kohlenmonoxid-Vergiftungen bei Shisha-Konsum hin. Der Glaube, bei Shisha-Konsum entstehe weniger giftiger Rauch als durch Zigaretten, sei weit verbreitet.

Die subjektive Empfindung mag daher rühren, dass der inhalierte Rauch durch Wasser abgekühlt im Mund ankommt und von den oberen Atemwegen daher als weniger reizend besser vertragen wird, heißt es in der Mitteilung.

"Tatsächlich werden aber genauso viel Teer und krebsauslösende Giftstoffe aufgenommen wie bei Zigaretten", wird Dr. Karsten Kluba zitiert, Leiter des Hyperbarmedizinischen Zentrums zitiert. "Die aufgenommene Menge an Kohlenmonoxid kann sogar vergleichsweise die zehnfache Dosis betragen."

Auch eine potenziell tödliche Kohlenmonoxid-Vergiftung könne die Folge sein, so das UKL. In der Druckkammer am UKL sei jüngst ein Patient mit Kohlenmonoxid-Vergiftung durch Shisha-Konsum erfolgreich behandelt worden. (eb)

Topics
Schlagworte
Suchtkrankheiten (3096)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Ein querschnittsgelähmter Mann kann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

OTC-Gebrauch verfälscht Laborwerte

Die meisten Patienten nehmen gelegentlich freiverkäufliche Arzneimittel ein. Nur wenige legen das gegenüber ihrem Arzt offen. Das hat Folgen, etwa für die Interpretation von Laborergebnissen. mehr »