Ärzte Zeitung, 26.01.2011

Engagement für bessere Versorgung Schmerzkranker

HANNOVER (eb). Neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e. V. (DGSS) ist seit 1. Januar 2011 Professor Wolfgang Koppert, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover.

In seiner neuen Funktion will Koppert dazu beitragen, dass sich die Versorgung von Patienten mit akuten und chronischen Schmerzen in Deutschland langfristig verbessert.

Zu den wichtigsten Zielen seiner zweijährigen Amtszeit zählt auch die weitere Etablierung der Schmerzmedizin in Lehre und Weiterbildung.

"Schmerztherapie gehört nach der aktuellen Approbationsordnung nicht zu den Pflichtfächern im Medizinstudium - umso mehr wird sich die DGSS dafür einsetzen, sie angehenden Medizinern, aber auch Ärzten in der Facharztausbildung interdisziplinär nahe zu bringen. Denn ein Arzt, der keine Schmerztherapie beherrscht, kann seine Patienten nicht angemessen behandeln", so Koppert.

Außerdem will der Mediziner den Dialog mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Patientenverbänden suchen und Leitlinien und Qualitätssicherungssysteme für die Schmerztherapie fachgruppenübergreifend weiterentwickeln. Dazu sei eine engere Verzahnung von "Forschern" und "Praktikern" notwendig.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Rückenmark-Stimulation lässt Gelähmten gehen

Obwohl er querschnittsgelähmt ist, konnte ein Mann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Das ist bei einer Datenpanne zu tun

Bei einem Datenleck in der Praxis sind Inhaber nach der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet, dies zu melden. Wem und wie, das erläutern Medizinrechtler. mehr »