Ärzte Zeitung, 31.01.2008

Rizatriptan wirkt besonders schnell

Wirksamkeit mehrerer Triptane wurde bei zwei aufeinanderfolgenden Attacken verglichen / Studie bei Hausärzten

NEU-ISENBURG (mar). Bei Patienten, die bei einer Migräneattacke Rizatriptan einnehmen, kommt es schneller zu Schmerzlinderung und Schmerzfreiheit als bei Therapie mit einem anderen oralen Triptan. Das hat eine US-amerikanische Studie unter Alltagsbedingungen ergeben.

Mit Rizatriptan waren signifikant mehr Patienten nach zwei Stunden schmerzfrei als mit den anderen Triptanen (61 verglichen mit 50 Prozent). Auch im Vergleich mit den schnell wirksamen Substanzen (Almotriptan, Eletriptan, Zolmitriptan) schnitt Rizatriptan in puncto Schmerzfreiheit besser ab (59 verglichen mit 47 Prozent), ebenso im Vergleich zu Triptanen mit langsamer einsetzender Wirkung (Frovatriptan, Naratriptan; 68 verglichen mit 40 Prozent). Der Anteil der schmerzfreien Patienten war mit Rizatriptan und Sumatriptan nicht signifikant unterschiedlich (61 verglichen mit 54 Prozent).

Schmerzlinderung innerhalb von zwei Stunden erreichten deutlich mehr Patienten mit Rizatriptan als mit den anderen Triptanen (88 verglichen mit 82 Prozent). Rizatriptan erwies sich hier ähnlich effizient wie Sumatriptan. Es war aber signifikant besser wirksam sowohl im Vergleich mit schnell wirksamen als auch mit langsam wirksamen Triptanen (Int J Clin Practice 61, 2007, 1091). Im Durchschnitt setzte die schmerzlindernde Wirkung von Rizatriptan 75 Minuten früher ein als mit den Vergleichspräparaten (87 verglichen mit 162 Minuten).

An dieser prospektiven, multizentrischen und offenen Studie hatten Migränepatienten aus Hausarztpraxen in den USA teilgenommen, die zuvor bereits mit oralen Triptanen - außer Rizatriptan - behandelt worden waren. In der Studie wurde die Wirksamkeit von Rizatriptan mit der von anderen Triptanen bei zwei aufeinanderfolgenden Attacken verglichen: Die Patienten nahmen bei einer der beiden Attacken ihr bisheriges Triptan und bei der anderen 10 mg Rizatriptan (in Deutschland als Maxalt® am Markt) ein (Cross- over-Design). Die Daten von 673 Patienten mit insgesamt 1346 Migräneattacken wurden ausgewertet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »