Ärzte Zeitung, 16.08.2010

Migräne-Exazerbation während des Ramadans

BEER-SHEVA (mar). Bei muslimischen Migränepatienten, die während des Ramadans fasten, steigt die Zahl der Migränetage in dieser Zeit um das Dreifache - von im Mittel 3,7 Tage im Kontrollmonat auf 9,4 Tage während des etwa einmonatigen Ramadans. Das hat eine israelische Studie mit 30 Migränepatienten ergeben (J Headache Pain 2010, online). Die Kollegen führen die Exazerbation vor allem auf Dehydration und Verzicht auf den traditionell hohen Koffeinkonsum zurück. Mit den Betroffenen sollte diskutiert werden, inwieweit für sie eine einmal tägliche medikamentöse Prophylaxe infrage kommt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Ein Anästhetikum zur Behandlung bei schweren Depressionen?

Ketamin - einst als Anästhetikum entwickelt - hat sich in mehreren Studien bei Patienten mit therapieresistenten Depressionen bewährt. Doch: Für Euphorie ist es noch zu früh. mehr »

Wo und wann sich Patienten im Krankenhaus wohlfühlen

Die Bertelsmann Stiftung hat untersucht, wo Patienten ihren Klinikaufenthalt am besten bewerten. Dabei fanden die Analysten interessante Zusammenhänge heraus. mehr »

Darf‘s ein bisschen weniger Zucker sein?

Große Lebensmitteleinzelhändler wollen den Zuckergehalt in ihren Eigenmarken reduzieren. Für Verbraucherschützer ist das allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein. mehr »