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Ärzte Zeitung, 27.11.2012

Kommentar zur Epiduralinjektion

Die Krux mit dem Kreuz

Von Robert Bublak

Schuld ist der Mensch letztlich selbst. Statt erdverbunden auf vier Beinen zu laufen wie der vernünftigere Teil der Wirbeltiere, musste er sich himmelwärts zum aufrechten Gang aufschwingen.

Zu diesem Zweck hat er sich das Promontorium zugelegt - klingt gut, ist evolutionsbiologisch betrachtet aber eher ein Provisorium.

Das konnte buchstäblich nicht gut gehen: Ischialgien verursachen viel Wehklagen - unter Patienten, der Schmerzen wegen, aber auch bei Ärzten. Denn den Beschwerden, die vom Kreuz ausstrahlen, ist therapeutisch nicht leicht beizukommen.

So alt das Leiden ist: Die eine Behandlung, die allen Patienten hilft, gibt es nicht. Auch die Versuche, den Patienten Kortikoide epidural zu applizieren und dadurch die Beschwerden zu lindern, sind nach den Ergebnissen einer Metaanalyse nicht für jedermann das Richtige, gleich, wo und wie die Spritzen gesetzt werden.

Dennoch dürfen Patienten mit Ischialgie auf dreierlei hoffen. Erstens auf die Kunst ihrer Ärzte, also auf konservative und, im Notfall, operative Therapie.

Zweitens auf die Natur, denn in einer großen Zahl von Fällen bessern sich die Beschwerden von allein. Und drittens auf die Evolution - vielleicht bekommt sie das Problem mit dem Promontorium ja noch geregelt.

Lesen Sie dazu auch den Bericht:
Epidural-Injektion bei Ischialgie: Spritze ohne Wirkung

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[27.11.2012, 08:52:58]
Uwe Eisner 
Konservative Therapie...
...erfolgt doch zu meist nicht von den Ärzten, sondern von den Physiotherapeuten, oder?

Ob die medikamentöse (chemische) Therapie einer manuellen Therapie der Physiotherapeuten vorzuziehen ist, sollte jeder Patient zusammen mit seinem Arzt entscheiden. zum Beitrag »

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