Oskar-Medizinpreis

Preis vergeben für Arbeit zu Endoprothesen

PD Dr. Tobias Renkawit aus Regensburg wird für die Entwicklung einer computerassistierten Op-Technik geehrt.

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BERLIN. Der mit 50.000 Euro dotierte Oskar-Medizinpreis der Berliner Stiftung Oskar-Helene-Heim, einer der höchstdotierten Medizinpreise in Deutschland, wird in diesem Jahr Privatdozent Dr. Tobias Renkawitz von der Orthopädischen Klinik der Universität Regensburg, Bad Abbach, verliehen. Er wird für seine Forschungen zum Hüftgelenkersatz ausgezeichnet, wie die Stiftung mitteilt.

Renkawitz habe eine computerassistierte Op-Technik entwickelt, bei der das künstliche Hüftgelenk über einen muskelschonenden Zugangsweg ausgerichtet an der individuellen Anatomie und Biomechanik des Patienten eingesetzt wird.

Die Methode ermögliche eine exakte Anpassung der künstlichen Gelenkkomponenten: Vergleichbar mit dem exakten Ineinanderpassen von Sicherheitsschlüssel und Sicherheitsschloss bilden bei der neuen Operationstechnik alle Teile des künstlichen Hüftgelenks eine biomechanisch dreidimensional optimierte Einheit.

Patienten erreichen dadurch nach der Operation schnell Schmerzfreiheit, eine hohe Beweglichkeit und Belastungsfähigkeit im Alltag.

Derzeit werden jährlich mehr als 200.000 künstliche Hüftgelenke in Deutschland implantiert, erinnert die Stiftung in ihrer Mitteilung. Die häufigste Frühkomplikation ist die Luxation.

"Die Ergebnisse der Forschungsarbeit von Herrn Dr. Renkawitz haben zum fundamentalen Verständnis beigetragen, wie und warum nicht optimal positionierte Kunstgelenke nach der Operation zu Schmerzen, verringerter Gelenkbeweglichkeit, Ausrenkungen, vorzeitigem Verschleiß und Lockerung führen können", wird Professor Joachim Grifka zitiert, der Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik Regensburg.

Der Oskar-Medizinpreis 2014 wurde durch den Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, Professor Bertil Bouillon, im Rahmen der feierlichen Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) am 28. Oktober 2014 in Berlin verliehen. (eb)

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