Ärzte Zeitung, 07.06.2012

Biomarker ermöglichen Blick in die Zukunft bei M. Bechterew

BERLIN (eis). Fünf Biomarker ermöglichen eine Verlaufsvorhersage von Wirbelsäulenschäden bei Patienten mit Morbus Bechterew. Studiendaten dazu wurden jetzt beim europäischen Rheumatologenkongress (EULAR) vorgestellt.

Forscher um Dr. Denis Poddubnyy und Professor Joachim Sieper von der Berliner Charité haben die Daten von 64 Patienten mit Morbus Bechterew (Spondylitis Ankylosans) analysiert, heißt es in einer Kongressmitteilung.

Die Patienten hatten bereits eine geschädigte Wirbelsäule (Syndesmophyten) und daher ein erhöhtes Risiko für eine Progression. Binnen zwei Jahren verlief die Krankheit bei 26 Patienten progressiv und bei 38 Patienten nicht-progressiv.

Patienten mit progressivem Verlauf hatten - vor allem bei bereits erhöhtem C-reaktiven Protein (CRP) - zu Beginn auch erhöhte Serumspiegel der Biomarker MMP3, PIINP, BMP-2 und VEGF sowie einen erniedrigten Serumspiegel für den Biomarker OPG*.

Diese Proteine könnten als prädiktive Marker für einen progressiven Verlauf von M. Bechterew dienen; auch ließen sich damit Therapien optimieren und die Entwicklung neuer Arzneien vereinfachen.

* MMP3 = Matrix Metalloproteinase 3
PIINP = N-Propeptide
BMP 2 = knochenbildungsanregendes Protein
VEGF = vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor
OPG = Osteoprotegerin

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Herzschutz-Effekt durch spezielle Fischöl-Kapseln

Die Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren hat in der REDUCE IT-Studie eine erstaunliche Wirkung entfaltet. Zu einem anderen Ergebnis kommt die Studie VITAL. mehr »

Diabetes-Strategie zum Greifen nah

Der gezielte Kampf gegen Diabetes könnte schon bald konkrete Formen annehmen. Zum Welt-Diabetestag am 14. November zeichnet sich zwischen Union und SPD ein Kompromiss für eine nationale Diabetes-Strategie ab. mehr »

Der Gesundheitsminister will das E-Rezept

Krankenkassen, Ärzte und Apothekerschaft sollen in ihren Rahmenverträgen das elektronische Rezept ermöglichen. Eine entsprechende gesetzliche Verpflichtung soll bis 2020 stehen. mehr »