Ärzte Zeitung, 26.10.2006

Gute Noten für monatliche Osteoporose-Therapie

Patientinnen bevorzugen Monatstablette

BERLIN (emk). Langzeittherapie, das bedeutet unbequeme Therapie und komplexe Einnahmevorschriften - dies seien die häufigsten Gründe für mangelnde Compliance bei Osteoporose-Patienten, sagt Professor Peyman Hadji. Eine Strategie zur Erhöhung der Compliance sei eine Intervall-Therapie, etwa durch die monatliche Einnahme von Ibandronat.

In zwei randomisierten Studien erhielten Frauen in der Postmenopause mit Osteoporose entweder drei Monate lang einmal monatlich das Bisphosphonat Ibandronat als Tablette (Bonviva®) und danach drei Monate lang einmal wöchentlich Alendronat ebenfalls als Tablette oder umgekehrt.

Die Auswertung nach sechs Monaten ergab: 71 Prozent der Frauen bevorzugten die Monatstablette und 29 Prozent die Wochentablette. 75 Prozent sagten, Ibandronat monatlich sei einfacher und bequemer einzunehmen als die Wochentablette, wie der Marburger Osteoporose-Spezialist auf einem Symposium der beiden Unternehmen Roche Pharma und GlaxoSmithKline in Berlin berichtet hat.

In einer weiteren Studie wurden die Daten von 14 671 Frauen in der Postmenopause mit Osteoporose-Therapie aus zwei US-amerikanischen Datenbanken verglichen. Demnach hatten 13 558 Patientinnen einmal pro Woche ein Bisphosphonat und 1113 Frauen einmal monatlich eine solche Substanz erhalten.

Aus den vorliegenden Daten haben die US-Forscher errechnet: Nach sechs Monaten Therapie ist bei Frauen mit der Monatstablette die Wahrscheinlichkeit, bei der Stange zu bleiben, um etwa 25 Prozent höher als bei Patientinnen mit wöchentlicher Behandlung.

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