Direkt zum Inhaltsbereich

Mangelhaft: Wissen von Patienten zu Osteoporose

MÜNCHEN (wst). Obwohl etwa jede dritte über 50-jährige Frau Osteoporose hat und diese degenerative Knochenerkrankung eine der Hauptdeterminanten für Morbidität und Mortalität im höheren Lebensalter ist, bestehen hierzu weit reichende Informationsdefizite.

Veröffentlicht:

Viele Osteoporose-Gefährdete wissen zu wenig über die Möglichkeiten der Prävention und Therapie und so manche bereits betroffene Frau kennt nicht einmal ihre Diagnose.

Die Wissensdefizite wurden aktuell in einer Umfrage bestätigt, die als Teil der europaweiten Aufklärungskampagne "Stop the Stoop" (Kampf dem Rundrücken) mit Unterstützung von GlaxoSmithKline und Roche Pharma in sechs EU-Ländern gemacht wurde. Das hat Professor Dieter Felsenberg von der Charité in Berlin bei einer Veranstaltung der Unternehmen in München betont.

Von Ende April bis Mitte Mai 2008 wurden in Deutschland, England, Frankreich, Irland, Italien und Spanien 622 Frauen über 50 Jahren mit diagnostizierter Osteoporose online und telefonisch befragt. Demnach betrachten 70 Prozent Größenabnahme als einen Alterungsprozess, den man einfach hinzunehmen hat.

Dabei seien auffällige Minderungen der Körpergröße meist die Folge einer Osteoporose und bei rechtzeitiger Therapie vermeidbar, so Felsenberg. Frauen mit einem Größenverlust von mehr als einem Zentimeter innerhalb eines Jahres hätten im Vergleich zu Frauen mit unveränderter Größe ein dreifach höheres Risiko, im Folgejahr einen Wirbelbruch zu erleiden.

21 Prozent der europäischen Frauen und 30 Prozent der deutschen Frauen war nicht klar, wie wichtig eine medikamentöse Therapie ist, um das Frakturrisiko maßgeblich zu reduzieren. Und nur etwa die Hälfte aller Studienteilnehmerinnen fühlte sich von ihrem Arzt darüber informiert, wie bedeutsam eine gute Therapiecompliance für die Prognose ist.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Frakturrisiko

Cortison-Therapie? Sofort auch an Osteoporose denken!

Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 1: OS von Patientinnen mit Endometriumkarzinom und Mismatch-Reparatur-Profizienz bzw. Mikrosatellitenstabilität

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Primär fortgeschrittenes/rezidivierendes Endometriumkarzinom

Nachhaltiger Überlebensvorteil durch Immuntherapie plus Carboplatin-Paclitaxel

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Update der S3-Leitlinie

Neue Empfehlung in der Sepsis-Therapie

Vergleich bei dreimonatiger Therapie-Zeit

Apixaban vs. Rivaroxaban: Welches DOAK hat das geringere Blutungsrisiko?

Lesetipps
Kann sich Herpes zoster nach der Varizellen-Impfung entwickeln?

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Kann sich Herpes zoster nach der Varizellen-Impfung entwickeln?