Rheuma

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Medikamentöse Therapie der rheumatoiden Arthritis und ihrer Komorbiditäten

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 10.03.2008

Beim Morbus Bechterew ist entschlossenes Handeln gefragt

Zur raschen antiphlogistischen Therapie wird Coxib oder NSAR empfohlen / Dauertherapie bremst Progression der Erkrankung

FRANKFURT AM MAIN (mar). Wird bei Patienten die Diagnose Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) gestellt, muss rasch eine antiphlogistische Therapie beginnen. Diese ist auch konsequent als Langzeittherapie fortzusetzen.

Mit dieser Strategie lässt sich die Progression der Erkrankung deutlich bremsen. "Ohne Therapie ist die Invalidität der Patienten garantiert", sagte Professor Rainer Wigand, niedergelassener Internist und Rheumatologe in Frankfurt am Main beim Schmerztag.

Ziel ist, die Mobilität zu erhalten.

Wesentliche Ziele der medikamentösen Behandlung, die immer durch physiotherapeutische Maßnahmen ergänzt werden muss, sind: die Schmerzen zu lindern, die Wirbelsäulenfunktion wiederherzustellen, die Krankheitsprogression aufzuhalten - und somit die Mobilität der Patienten zu erhalten.

Wigand erinnerte daran, dass die zur Entzündungshemmung bei Rheumatoider Arthritis bewährten Basistherapeutika bei Spondylitis ankylosans nicht wirksam sind. Therapie der Wahl sei vielmehr die Hemmung der Prostaglandinsynthese mit traditionellen NSAR oder Coxiben. Dabei sei die kontinuierliche Langzeittherapie der Therapie bei Bedarf überlegen: Die radiologisch nachweisbare Progression der Erkrankung könne so signifikant verzögert werden, so Wigand bei einem von Pfizer unterstützten Symposium.

Nachgewiesen wurde dies in einer zweiarmigen randomisierten, kontrollierten Studie bei 215 Patienten mit Spondylitis ankylosans. Dabei erhielten die Patienten zwei Jahre eine kontinuierliche Therapie mit zweimal täglich 100 oder 200 mg Celecoxib (Celebrex®) oder eine bedarfsorientierte Therapie mit dem Coxib.

Nach zwei Jahren bedarfsorientierter Therapie war es bei 45 Prozent zu einer radiologisch nachweisbaren Krankheitsprogression gekommen, mit der kontinuierlichen Therapie nur bei 22 Prozent - ein signifikanter Unterschied von 50 Prozent. 80 Prozent der Patienten habe die niedrigere Celecoxib-Dosierung gereicht, sagte Wigand.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Kein Darmkrebs-Screening ab 45 Jahren

Der GBA lehnt die Senkung der Altersgrenzen beim Darmkrebs-Screening ab. Dagegen soll das organisierte Einladungsverfahren zur Früherkennung ab Juli 2019 starten. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »