Ärzte Zeitung, 14.10.2013

Urologie

Mit Probiotika Harnsteine verhindern?

Lässt sich mit Probiotika - zusätzlich zu oxalatarmer Kost - Kalziumoxalatsteinen vorbeugen? Gute Daten gibt es für Oxalobacter formigenes.

DRESDEN. Drei Viertel aller Patienten mit Harnsteinen haben Kalziumoxalatsteine. Zunehmend mehr Daten stützen den Zusammenhang zwischen einer Besiedelung mit dem Stamm O. formigenes und dem Risiko für Kalziumoxalatsteine.

Dr. Roswitha Siener aus Bonn berichtete über eine eigene Studie bei 37 Kalziumoxalat-Steinpatienten, von denen 26 O. formigenes negativ waren (Kidney Int 2013; 83: 1144).

Nicht-kolonisierte Patienten hatten eine signifikant höhere Oxalatausscheidung im Urin, niedrigere Oxalat-Plasmaspiegel und gehäuft Steinrezidive, so Siener.

Weitere Studien seien aber nötig, um für Steinpatienten eine Supplementierung von O. formigenes zu empfehlen. Sinnvoll sei Meiden oxalatreicher Lebensmittel: Haselnüsse und Sesam, Mangold, Spinat und Rhabarber, schwarzer und grüner Tee.

Nicht bestätigen hingegen konnte die Arbeitsgruppe eine vermutete oxalatdegradierende Wirkung von Laktobazillen. (rf)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Spahn kritisiert Stimmungsmache der Ärzte

Die Ärzte sind verärgert über Spahns Versorgungsgesetz. Der Gesundheitsminister stellt gegenüber der "Ärzte Zeitung" irritiert klar: Die KBV hat am Gesetz mitgearbeitet. mehr »

Wer wird Galenus-Preisträger 2018?

Heute Abend ist es soweit: Im Rahmen einer feierlichen Gala werden wieder innovative Arzneimittel und hervorragende Grundlagenforscher mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis ausgezeichnet. 13 Innovationen sind im Rennen. mehr »

Glücklich und zufrieden mit dem Job

Ärzte und Psychotherapeuten arbeiten gerne in ihrem Beruf und würden ihn wieder ergreifen. Der Ärztemonitor zeigt auch: So viele Ärzte wie nie zuvor sind zufrieden mit der wirtschaftlichen Situation. mehr »