Ärzte Zeitung, 31.01.2005

In Indonesien droht Ausbruch von Malaria

NEU-ISENBURG (Smi). In den von dem Seebeben in Südasien betroffenen Gebieten drohen Ausbrüche von Dengue-Fieber und Malaria, warnt die Weltgesundheitsorganisation. Einen Monat nach der Katastrophe gebe es vielerorts stehende Gewässer, in denen Mücken ideal brüten können.

Außer auf den Malediven sind Dengue-Fieber und Malaria in allen betroffenen Seebeben-Gebieten endemisch. Mit der beginnenden Regenzeit sei ein Anstieg der Zahl der Infizierten vor allem in Indonesien und Sri Lanka zu erwarten.

In Indonesien habe es im vergangenen Jahr eine große Dengue-Epidemie gegeben. Anfang dieses Jahres seien erste Erkrankungen aus Jakarta gemeldet worden. Besorgniserregender sei die Situation in Aceh, der von dem Tsunami am stärksten betroffenen Provinz.

Die WHO und das indonesische Gesundheitsministerium haben vereinbart, die Situation vor Ort zu beobachten und Maßnahmen zur Prävention einzuleiten, etwa durch den Einsatz von Insektiziden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

"Mehr Geld für Kranke, weniger für Gesunde"

15:47Die Verteilungsregeln für den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen sollen deutlich verändert werden. Das hat ein Expertenkreis beim Bundesversicherungsamt jetzt vorgeschlagen. Die Meinung der Kassen ist geteilt. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »