Ärzte Zeitung, 12.04.2006

Jungen liegen bei Nutzung von PC und Internet vorn

HAMBURG (dpa). Bei der Nutzung von Computer und Internet gibt es zwischen Mädchen und Jungen einer neuen Studie zufolge ein zum Teil erhebliches Ungleichgewicht. Zwar besäßen bereits 63 Prozent der Schüler an deutschen Gymnasien, Real- und Hauptschulen inzwischen einen eigenen PC.

Darunter seien allerdings lediglich 49 Prozent Mädchen gegenüber 71 Prozent Jungen, teilte die Business Software Alliance (BSA) mit. Bei der Nutzung des Internet habe die Studie ebenfalls ein Ungleichgewicht gezeigt: Während 35 Prozent der befragten Jungen mehr als sieben Stunden pro Woche online sind, seien es unter den Mädchen lediglich 22 Prozent.

Jungen wünschten sich meist aktiv einen PC und gäben dabei auch gern technische Spezifikationen vor, sagte Axel Dammler, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts iconkids & youth. "Dagegen sind die Mädchen meistens mit dem zufrieden, was sie zu Hause über die Eltern vorfinden." Generell hätten Jungen und Mädchen allerdings gleichermaßen Zugang zu einem PC. "Es sollte hier nicht der Eindruck entstehen, die Mädchen könnten zu Hause keinen PC nutzen."

Der Branchenverband BSA hatte mit der Agentur Decker & Lang eine Umfrage unter 4400 Schülern und Schülerinnen vorgenommen. Dabei kam auch heraus, daß die Jungen in Sachen Raubkopien ebenfalls führen, jedenfalls wenn es um Computerprogramme und Filme geht.

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