Ärzte Zeitung, 19.12.2006

In Banda Aceh leben noch 25 000 Familien in Notunterkünften

Zwei Jahre nach dem verheerenden Tsunami warten in der indonesischen Provinz Aceh nach einem Bericht der Hilfsorganisation Oxfam noch 25 000 Familien auf eine neue Unterkunft. In der schwer geschädigten Provinz auf Sumatra hätten die ärmsten der Armen zu wenig vom Wiederaufbau profitiert. Betroffen seien vor allem Menschen, die vor dem Tsunami in Mietwohnungen lebten oder auf Land, das ihnen nicht gehörte.

Ein Fischerboot fährt nach dem Tsunami in Banda Aceh auf der Insel Sumatra an einem Trümmerfeld vorbei.

"Aceh hat Riesenfortschritte gemacht, um sich von dem Tsunami zu erholen", sagte Oxfam-Direktor Jeremy Hobbs. "Aber zwei Jahre nach dem Desaster wissen die ärmsten Einwohner immer noch nicht, wann und wo sie wieder richtig wohnen können." 70 000 lebten immer noch in etwa 150 engen und teils unhygienischen Notunterkünften.

Bei dem Tsunami am 2. Weihnachtstag 2004 waren in der Provinz 169 000 Menschen ums Leben gekommen und 600 000 obdachlos geworden. (dpa)

Lesen Sie dazu auch:
"Man mußte Gas geben, um wieder mit dem Leben zu beginnen"
Bundesbürger spendeten 600 Millionen Euro

Topics
Schlagworte
Panorama (30933)
Organisationen
Oxfam (31)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

"Mehr Geld für Kranke, weniger für Gesunde"

15:47Die Verteilungsregeln für den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen sollen deutlich verändert werden. Das hat ein Expertenkreis beim Bundesversicherungsamt jetzt vorgeschlagen. Die Meinung der Kassen ist geteilt. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »