Ärzte Zeitung, 28.09.2009

Ärzte als Botschafter zwischen Papst und Ober-Mufti

Von Christian Beneker

Ein pensionierter Medizinprofessor fährt zusammen mit 30 Radlern von Osnabrück über Rom nach Mekka.

OSNABRÜCK. Der pensionierte Medizinprofessor Dr. Bernhard Stallkamp, ehemals chirurgischer Chefarzt im Marienhospital Osnabrück, wird mit dem Rad von Rom nach Mekka fahren, um dem Ober-Mufti der Stadt einen Gruß des Papstes zu überbringen.

Stallkamp, inzwischen 69 Jahre alt, startet Ende September seine Tour nach Rom. Dort wir er gemeinsam mit 30 Radlern des Rotary-Clubs aus den Niederlanden, Deutschland und anderen Ländern im Vatikan bei einer Papstaudienz ein Schreiben des Papstes für den Ober-Mufti entgegennehmen. Danach geht es weiter über etwa 4000 Kilometer durch Griechenland, die Türkei und Jordanien auf dem See- und Landweg nach Mekka. Alle Radler sind um die 60 Jahre alt und wollen die Strecke in sechs Wochen bewältigen. Am 17. Oktober wird der jordanische Prinz El Hassan die Teilnehmer in der Hauptstadt Amman empfangen.

Zur Vorbereitung hat Bernhard Stallkamp seit März rund 6 000 Kilometer im Osnabrücker Land zurückgelegt. "Ein gutes Stückchen Abenteuerlust" treibt den Mediziner an -aber auch, dass er mit seinem sportlichen Einsatz Spenden für die Kinder in Afghanistan und den Aufbau von Schulen in dem Land sammeln kann. Alle Teilnehmer spenden Geld und werden dabei von Sponsoren unterstützt. Dazu gehören auch die Chefärzte der Niels-Stensen-Kliniken, Marienhospital Osnabrück sowie der Rotary-Club Osnabrück-Süd, dem Stallkamp angehört. Auch ehemalige Patienten aus dem Marienhospital haben ihre finanzielle Unterstützung zugesagt.

"Die Tour steht im Zeichen der Völkerverständigung und interreligiösen Kommunikation”, so Stallkamp.

Topics
Schlagworte
Panorama (32505)
Personen
Christian Beneker (871)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Der kleine Unterschied ist größer als gedacht

Krankheiten verlaufen bei Männern und Frauen unterschiedlich, das ist bekannt. Die Gendermedizin deckt immer mehr die geschlechtsspezifischen Besonderheiten auf. mehr »

Prä-Op-Labor - Kein Einfluss auf den Bonus

Mit der Laborreform hat sich der Blick verstärkt auf das Prä-Op-Labor gerichtet. Das soll nicht auf die Laborkosten angerechnet werden. mehr »

So sieht die Gesundheitsversorgung in den 32 WM-Ländern aus

Bei der Fußball-WM in Russland sind die teilnehmenden Nationen mit hochkarätigen medizinischen Betreuerstäben am Start. Doch wie sieht es mit der Gesundheitsversorgung in der Heimat aus? mehr »