Ärzte Zeitung, 20.02.2012

Wilde Spekulationen um Chaplins Geburtsort

Wo wurde Charly Chaplin geboren? War er gar kein Engländer? Die Öffnung britischer Geheimdienstakten wirft viele Fragen auf.

Wilde Spekulationen um Chaplins Geburtsort

Charlie Chaplin in dem Film "Rampenlicht" (1952): Wo er geboren ist, weiß man nicht.

© dpa

LONDON (dpa). Als Schauspieler war Charlie Chaplin ein Phänomen. Als Mensch ist er ein Mythos. Wer ist der Stummfilm-Star, der es in der Hochzeit des Nazi-Wahns wagte, mit seinem Film "Der große Diktator" Adolf Hitler lächerlich zu machen?

Über Chaplins politisch linke Grundhaltung, über seine Verflechtungen zu kommunistischen Gruppen gab es jahrzehntelang Spekulationen. Die Öffnung britischer Geheimdienstakten wirft seit Freitag neue Fragen auf: Niemand kann sicher sagen, wo der kleine Mann mit den großen Hosen eigentlich geboren ist. Damit steht nicht weniger als die Identität des Ausnahme-Mimen infrage.

Bisher war angenommen worden, dass Chaplin am 16. April 1889 im Süd-Londoner Stadtteil Walworth zur Welt kam. So hatte er selbst es auch immer dargestellt.

Stand die Wiege im Wohnwagen?

Die Akten des britischen Geheimdienstes MI 5 bestätigten das aber nicht. Auch unter dem Namen Israel Thornstein - der Name, den die US-Bundespolizei als Geburtsname Chaplins angenommen hatte - gibt es keinen Eintrag.

Spekulationen kamen auf, Chaplin sei eigentlich Franzose. Auch dafür fand der Geheimdienst keine erhärtenden Indizien. Die nächste These: Es handelt sich um einen Juden aus Russland. Ebenfalls keine Nachweise zu finden.

"The Guardian" fand heraus, dass ein Verwandter dem Schauspieler in den 1970er einen Brief schrieb. Darin wird Chaplin erläutert, er sei in einem Wohnwagen in der Nähe von Birmingham zur Welt gekommen.

Topics
Schlagworte
Panorama (32850)
Personen
Adolf Hitler (48)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Rückenmark-Stimulation lässt Gelähmten gehen

Obwohl er querschnittsgelähmt ist, konnte ein Mann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Das ist bei einer Datenpanne zu tun

Bei einem Datenleck in der Praxis sind Inhaber nach der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet, dies zu melden. Wem und wie, das erläutern Medizinrechtler. mehr »